Von Schalke nach Japan: Ex-S04-Trainer Gaul hofft auf den Aufstieg

Von Schalke nach Hiroshima – mit einem Umweg über Mainz, Zabrze und Leipzig: So verlief der Karriereweg von Bartosch Gaul. Der 38 Jahre alte Deutsch-Pole trainiert seit Beginn dieses Jahres Sanfrecce Hiroshima aus der japanischen J.League.
Bei dem Tabellenvierten der vergangenen Saison hat Gaul die Nachfolge eines anderen Deutschen angetreten. Nach drei Jahren in Hiroshima trennte sich der Klub von dem bestens aus der Bundesliga bekannten Michael Skibbe. Der 60-Jährige coachte einst u.a. Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt. Skibbe besitzt – wie auch Gaul – eine königsblaue Vergangenheit, denn der gebürtige Gelsenkirchener begann seine Fußballerkarriere einst im Nachwuchsbereich von S04. Beide werden in der J.League aufeinandertreffen, denn Skibbe zog weiter zu Vissel Kobe.
Sieben Jahre lang war Gaul in unterschiedlichen Positionen innerhalb der Schalker Knappenschmiede tätig. Im Gespräch mit Absolut Fußball erinnert sich der 38-Jährige an seine Zeit bei Königsblau. „Schalke hat eine der besten Nachwuchsabteilungen im Land. Daran hat sich nichts geändert“, schwärmt er auch fast elf Jahre nach seinem Abschied aus Gelsenkirchen.
Gaul würde sich als „ein Kind des Ruhrgebiets“ über die Rückkehr von Schalke 04 in die höchste deutsche Spielklasse freuen. „Ich hoffe, dass der Verein in dieser Saison endlich den Aufstieg packt“, sagt der Fußballlehrer, denn: „Schalke 04 gehört in die Bundesliga.“
Dickes Lob für Trainer-Koryphäe Norbert Elgert
Ein Extra-Lob erhält der Juniorenbereich, in dem er einst selbst tätig war. „Wenn man sieht, wie viele Spieler aus der Knappenschmiede den Weg in den Profikader schaffen, dann spricht das für sich“, erklärt Gaul, der sich besonders gern an die Zusammenarbeit mit Trainer-Legende Norbert Elgert (69) erinnert.

Der langjährige Coach der A-Junioren habe ihn „am meisten geprägt hat“, verrät Gaul und führt ergänzend aus: „Was mich am meisten beeindruckt hat, war seine schiere Erfahrung. Er arbeitet seit Jahrzehnten im Nachwuchsbereich von Schalke. Diese Tiefe kann man in keinem Buch nachlesen. Und wie er an sich selbst gearbeitet hat, wie er mit Akribie an seine Rolle als Trainer herangegangen ist – das hat mich bewusst und unbewusst geprägt und fließt bis heute in meine Arbeit ein.“