Gespräche bestätigt: Einstiges Trainer-Wunderkind stand kurz vor Schalke-Wechsel

Der FC Schalke stand 2016 offenbar kurz vor der Verpflichtung eines einstigen Trainer-Juwels. Gespräche mit Clemens Tönnies waren weit fortgeschritten, doch der Wechsel platzte letztlich.
Ein prominenter Name hätte 2016 beinahe den Weg zum FC Schalke 04 gefunden: André Villas-Boas stand nach eigenen Angaben kurz davor, Trainer in Gelsenkirchen zu werden. Der Portugiese bestätigte nun, dass die Gespräche mit dem damaligen Aufsichtsratschef Clemens Tönnies weit fortgeschritten waren.
„Ja, das stimmt. Als ich Zenit St. Petersburg verlassen habe, hatte ich einige Gespräche mit Clemens Tönnies, dem damaligen Boss“, berichtete Villas-Boas bei einer Laureus-Veranstaltung gegenüber Sport1. Die Kontakte gingen dabei über ein erstes Kennenlernen hinaus – es kam sogar zu einem persönlichen Treffen in Deutschland.
Trotz konkreter Gespräche kam es am Ende nicht zur Zusammenarbeit. „Wir haben uns in Deutschland getroffen, und es stimmt: Es gab einige Anläufe. Am Ende haben wir uns aber entschieden, diese Gespräche nicht weiter zu verfolgen“, erklärte der 48-Jährige.
Schalke war jedoch nicht die einzige Option in der Bundesliga. „Ich hatte sehr gute Gespräche mit Schalke und auch mit dem VfL Wolfsburg. Es bestand also durchaus die Möglichkeit, nach Deutschland zu wechseln“, sagte Villas-Boas. Ein Engagement in Deutschland war damals also durchaus realistisch.
André Villas-Boas enthüllt Gespräche mit Ex-Schalke-Boss Tönnies
Zu diesem Zeitpunkt zählte der Portugiese noch zu den schillerndsten Trainerfiguren Europas. Seinen Ruf hatte er sich vor allem mit einer außergewöhnlichen Saison beim FC Porto erarbeitet, als er den Klub ohne Niederlage zur Meisterschaft führte und zusätzlich nationale sowie internationale Titel holte. Der anschließende Wechsel zum FC Chelsea verlief hingegen enttäuschend – nach nur wenigen Monaten war dort bereits wieder Schluss. Auch spätere Stationen in England und Frankreich konnten nicht an die frühen Erfolge anknüpfen.

Nach seiner Zeit bei Zenit St. Petersburg, wo er ebenfalls Titel gewann, war Villas-Boas 2016 auf dem Trainermarkt – genau in jener Phase, in der Schalke auf Trainersuche war. Intern galt er als ernsthafte Option für die Nachfolge von André Breitenreiter, letztlich entschied sich der Klub jedoch anders.
Inzwischen hat Villas-Boas den Trainerjob hinter sich gelassen und ist in neuer Funktion tätig: Als Präsident des FC Porto lenkt er heute die Geschicke seines Herzensvereins.