Abstieg aus 3. Liga steht fest – diese Minusrekorde drohen zwei Ex-Schalkern noch

Letztens war der FC Schalke 04 noch zu Besuch, als das Stadion des Gastgebers 90 Jahre alt wurde. Dabei gelang dem 1. FC Schweinfurt sogar ein 2:0-Erfolg über die Knappen. In der 3. Liga aber läuft es für den Aufsteiger von Anfang der Saison an unterirdisch. Seit Dienstag steht fest, dass die Franken wieder zurück in die Regionalliga müssen. Doch noch läuft die Saison und damit drohen auch zwei früheren Schalkern noch etliche Minusrekorde der 3. Liga.
Das 1:3 am Dienstag im Sachs-Stadion gegen Rot-Weiss Essen war der Sargnagel auf den Klassenverbleib der „Schnüdel“, wie die Schweinfurter auch genannt werden. Dass man sich dennoch noch nicht ganz aufgeben hat, beweist das 1:1 vom Freitag bei der TSG Hoffenheim II.
Auch die Verpflichtung von Ex-Schalke-Spieler Jermaine Jones als Cheftrainer Mitte Februar brachte nicht die Wende bei den notorisch überforderten Schweinfurtern. Genauso wenig half die lange Bundesliga-Erfahrung von Spieler Johannes Geis, der zwischen 2016 und 2019 ein Königsblauer gewesen war.
Sollten in den verbleibenden fünf Partien der Saison nicht noch einige Erfolge gelingen, könnte der Club gleich mehrfach mit Minusrekorden in die Annalen der dritten Liga eingehen, wie Liga 3 online weiß.

Jermaine Jones als Cheftrainer mit Schweinfurt abgestiegen
So kommt der 1. FC Schweinfurt aktuell auf 18 Punkte aus 33 Spielen. Bislang liegt die geringste Punkteausbeute einer Mannschaft in der 3. Liga bei jenen 21 Punkten, die die II. Mannschaft von Werder Bremen 2010/11 erreichte. Entweder spielt man noch dreimal Remis oder gewinnt zumindest eine der verbleibenden Partien, um diesen Rekord einzustellen. Um ihn zu vermeiden, wäre noch ein Punkt mehr nötig.
Nur noch zwei Gelegenheiten bleiben gar, um den Minusrekord bei Auswärtspunkten zu vermeiden. Bislang holte der 1. FC Schweinfurt lediglich vier Punkte, weil nur ein Sieg und das Remis am Freitag gelangen. Die übrigen 15 Auswärtsspiele gingen alle verloren. Der Minusrekord liegt bei fünf Punkten, welche Jahn Regensburg 2014/15 lediglich in der Fremde sammelte.
Dazu kommt die Flut an Gegentoren, die die Schnüdel schon hinnehmen mussten. Hier steht man momentan bei 77 Gegentoren. Den Rekord hält der FC Carl Zeiss Jena, der 2019/20 satte 85 Gegentore schlucken musste. Läuft es so weiter, wie in Hoffenheim mit nur einem Gegentor in 90 Minuten, besteht Hoffnung, dass Jermaine Jones, Johannes Geis und Co. zumindest diesen Minusrekord nicht übernehmen müssen.
Eng damit zusammen hängt der vierte Aspekt, bei dem die Schweinfurter einen historischen Tiefstwert aufstellen können: die Tordifferenz. Derzeitiger Stand beim 1. FC Schweinfurt sind – 44 Tore. Den Minusrekord nach einer kompletten Saison hält der Rot-Weiß Erfurt, das 2017/18 am Ende bei -52 Toren lag.