Muslic gesteht Schalke-Problem: „Sind in der Auswahl limitiert“

Vor dem Rückrundenstart bei Hertha BSC mahnt Schalke-Trainer Miron Muslic mehr Durchschlagskraft in der Offensive an. Personelle Engpässe und die Hoffnung auf den Durchbruch seiner Stürmer prägen die Ausgangslage.
Obwohl der FC Schalke 04 als Tabellenführer in die Rückrunde startet, bleibt die Offensive das zentrale Thema. 22 Treffer in 17 Spielen sind historisch wenig für einen Herbstmeister – und auch intern nicht zufriedenstellend. Trainer Miron Muslic fordert daher spürbare Steigerung, um die Aufstiegsambitionen abzusichern.
„Wir wissen, dass wir vorne mehr Durchschlagskraft brauchen“, stellte Muslic vor dem Auftakt bei Hertha BSC am Samstagabend (20:30 Uhr) klar. Zu häufig habe sein Team gute Situationen nicht konsequent zu Ende gespielt. Entscheidend sei dabei nicht nur der Abschluss selbst. „Es hängt nicht nur an den Stürmern, sondern auch davon, wie wir die Bälle vorbereiten“, sagte der Schalke-Coach.
In der Offensive setzt Muslic weiter auf Kontinuität. Neben Kapitän Kenan Karaman und Moussa Sylla gehört auch Christian Gomis zum festen Personal. Der im Sommer verpflichtete Angreifer ist nach Verletzungsproblemen zwar wieder einsatzfähig, wartet aber noch auf den endgültigen Durchbruch. Die Königsblauen dürften darauf hoffen, dass der einstige Königstransfer in der Rückrunde an Torgefahr zulegt.
Muslic vertraut Schalkes Kader
Die Alternativen sind derzeit überschaubar. Mehrere Offensivkräfte fallen weiterhin verletzt aus, andere stehen erst am Anfang ihres Comebacks. Zaid Tchibara kehrt nach monatelanger Pause zwar in den Kader zurück, ist aber noch keine sofortige Option für die Startelf. „Er braucht aber noch Zeit“, machte Muslic deutlich.
Die personelle Lage beschreibt der Trainer offen: „Momentan sind wir sehr limitiert, was die Auswahl betrifft für die Spieler vorne.“ Dennoch verzichtet Muslic auf Klagen oder öffentliche Transferforderungen. Sein Vertrauen in den vorhandenen Kader ist ungebrochen: „Trotzdem sind wir aber qualitativ hochwertig besetzt.“
Die Hoffnung auf mehr Tore ruht vor allem darauf, dass der Offensivmotor endlich anspringt. „Und sobald bei einem Stürmer einmal der Knopf aufgeht, ist es in vielen Dingen ein Selbstläufer“, so Muslic. Ob dieser Moment bereits in Berlin kommt, wird sich am Samstagabend zeigen.