Schalke-Konkurrent landet nächsten Transfercoup

Hannover 96 rüstet weiter auf: Nach Noah Weißhaupt holen die Niedersachsen einen Nationalspieler und Elias Saad aus der Bundesliga.
Während es auf dem Transfermarkt rund um den FC Schalke 04 bislang ruhig geblieben ist, setzt ein Aufstiegskonkurrent das nächste Ausrufezeichen. Hannover 96 hat am heutigen Mittwoch die Verpflichtung von Elias Saad bekanntgegeben. Der Offensivspieler wechselt vom FC Augsburg an den Maschsee und ist nach Noah Weißhaupt bereits der zweite namhafte Bundesliga-Zugang dieses Winters.
Geschäftsführer Jörg Schmadtke betont, man habe gezielt nach einem Spieler gesucht, der im letzten Drittel den Unterschied machen kann. Saad bringe besondere Qualitäten im Eins-gegen-Eins mit, sei sehr beweglich und finde auch auf engem Raum Lösungen. Der 26-Jährige selbst erklärte, der Fußball von Hannover passe sehr gut zu seinen Stärken. Er wolle sich schnell einfinden und helfen, eine starke Rückrunde zu spielen.
Der Transfer ist aus Schalker Sicht aus zwei Gründen brisant. Erstens, weil Hannover nachgelegt hat, während Schalke bislang noch keinen Winterneuzugang präsentiert hat. Und zweitens, weil Saad ebenso wie Weißhaupt auf Anhieb zu den wertvollsten Spielern im gesamten 96-Kader gehört. Der Aufstiegskonkurrent aus Hannover hat sich damit im Winter auf dem Papier die besten zwei Spieler des Kaders geliehen. Ein klares Signal im Aufstiegskampf.
Zwei Bundesliga-Angreifer und ein Nationalspieler fürs Zentrum
Elias Saad gilt als einer der Aufstiegshelden des FC St. Pauli. In der Aufstiegssaison steuerte er sieben Tore und zwei Vorlagen bei. Auch in der Bundesliga sorgte er mit Tempo, Mut im Dribbling und vielen Offensivaktionen für Aufmerksamkeit, ehe ihn eine Verletzung bremste. Der Wechsel zum FC Augsburg brachte ihm weitere Erstliga-Erfahrung.
Nun soll er in Hannover wieder regelmäßig Spielzeit sammeln und genau jene Qualitäten einbringen, die im Aufstiegsrennen den Unterschied machen können. Saad passt damit ideal in das Profil, das Hannover mit Weißhaupt bereits verstärkt hat: hohes Tempo, Eins-gegen-Eins-Stärke und die Fähigkeit, Chancen aus eigener Aktion zu kreieren.
Fast unbemerkt sicherte sich Hannover zudem noch Stefan Teitur Thordarson. Der 27-jährige Isländer bringt die Erfahrung aus 34 Länderspielen mit und soll dem Mittelfeld Stabilität verleihen. Trainer Christian Titz hebt vor allem Thordarsons Raumgefühl, Körperlichkeit und sauberes Direktpassspiel hervor. Der Nationalspieler wird behutsam aufgebaut, soll aber perspektivisch eine Schlüsselrolle im Zentrum einnehmen.
Hannover 96 hat im Winter gleich mehrfach Qualität aus höheren Ligen dazugeholt und zeigt sich im Aufstiegskampf angriffslustig. Acht Punkte trennen die Niedersachsen derzeit von Spitzenreiter Schalke. Mit Saad, Weißhaupt und Thordarson rüstet der Verfolger gezielt nach, um den Rückstand auf die Königsblauen zu verringern.