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Finanzbericht veröffentlicht: Positive Entwicklung auf Schalke – Insolvenzrisiko bei Abstieg bleibt

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Foto: IMAGO

Heute stellte Schalkes Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers den Finanzbericht zum Jahr 2023 vor – inklusive eines ungewissen Ausblicks auf die Zukunft, sollte die Mannschaft am Ende der Saison aus der 2. Bundesliga absteigen. Die Bild-Zeitung hat zugehört und listet die genannten Zahlen auf, kommt dabei zu einem besorgniserregenden Fazit.


Die grundsätzliche Entwicklung der Finanzen auf Schalke ist positiv. Zum ersten Mal seit 2018 haben sich die wesentlichen Kennzahlen verbessert. So wurde das negative Eigenkapital von 109,8 Millionen Euro auf 103,3 Millionen gesenkt. Der Umsatz gegenüber dem Vorjahr wurde trotz neuerlichen Abstiegs signifikant erhöht. Statt zuvor 157 Millionen Euro setzte der Club über 10 Millionen Euro mehr um, kommt insgesamt auf ein Volumen von 168,3 Millionen Euro.

Die Verbindlichkeiten wurden ebenfalls um eine nennenswerte Größe abgetragen. Sie betragen jetzt 128,5 Millionen Euro statt zuvor noch 139,9 Mio. Euro.

Alles in Ordnung also bei den Schalker Finanzen oder zumindest auf dem richtigen Weg, an dessen Ende irgendwann einmal eine Gesundung steht? Das könnte so sein, drohte da nicht zuletzt aufgrund der geringen für den Kader zur Verfügung stehenden Mittel der Absturz in die 3. Liga.

Trotz positiver Entwicklung drohen Schalke 04 große Probleme

Wie die Bild ausführt, habe Christina Rühl-Hamers die Frage nach der Notwendigkeit einer Insolvenz im Abstiegsfalle „angeblich nicht beantworten“ können. Zu viele dann relevante Kennziffern seien noch nicht genau abzuschätzen. Was definitiv bedeutet, dass eine Insolvenz beim heutigen Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden kann.

Für die Teilnahme an der 3. Liga wäre eine Lizenz vonnöten, die nur bei Erfüllung zahlreicher finanzieller Bedingungen erteilt würde. Schalke hofft, dann die Ticket-unabhängigen Erlöse wie Catering und Merchandising auf dem Niveau der Zeit in der 2. Bundesliga halten zu können, gleichzeitig an anderer Stelle Kosten weiter zu senken.

Ob all das ausreichte, um die Lizenz zu erhalten sowie eine Insolvenz abzuwenden, ist offenbar völlig offen. Dass zudem noch ein Punktabzug für die übernächste Saison droht, selbst wenn der FC Schalke 04 in der 2. Bundesliga bleibt, käme als weitere schlechte Nachricht hinzu. Um dies zu vermeiden, muss das Eigenkapital um mindestens fünf Prozent erhöht werden. In dieser Saison reichte es noch aus, das Eigenkapital nicht zu senken.

Insgesamt sind es alles andere als rosige Aussichten, die der heute vorgelegte Finanzbericht des FC Schalke eröffnet.

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