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Aus für Thomas Reis – Schalke-Trainer entlassen

Thomas Reis
Foto: Getty Images

Paukenschlag am Mittwochmorgen: Der FC Schalke 04 hat Chef-Trainer Thomas Reis entlassen. Das teilte der Revierklub mit. Der 49-Jährige ist mit sofortiger Wirkung freigestellt, wie es offiziell heißt. Vorläufig übernimmt der bisherige Assistenzcoach Matthias Kreutzer (40) die Verantwortung an der Seitenlinie.


Sieben Punkte aus sieben Zweitligapartien sind die Ausbeute eines Absteigers. Die Königsblauen stehen in der Tabelle daher auch nur auf einem enttäuschenden Rang 16. Zudem sorgten die zeitweiligen Suspendierungen von erfahrenen Profis wie Ralf Fährmann (34) und Timo Baumgartl (27) für große Unruhe im Verein. Jetzt zogen die Verantwortlichen die Reißleine.

„Nach dem Sieg der Moral gegen Magdeburg war unsere Erwartungshaltung, dass wir auf St. Pauli weitere Fortschritte sehen würden. Stattdessen mussten wir einen empfindlichen Rückschritt hinnehmen“, teilt Sportvorstand Peter Knäbel mit. Gegen den 1. FC Magdeburg gewann Schalke 04 vor anderthalb Wochen nach einer Energieleistung im zweiten Durchgang noch mit 4:3. Am vergangenen Wochenende kassierten die Knappen jedoch nach schwacher Vorstellung eine 1:3-Niederlage beim FC St. Pauli.

„Einen neuen Weg“ gehen

Knäbel weiter: „Wir haben die vergangenen Tage zu intensiven Beratungen genutzt und sind zu dem Schluss gekommen, diesen Schritt im Sinne des Vereins genau jetzt tätigen zu müssen. Unser Ziel ist es, den seit dem Saisonstart insgesamt negativen Trend zu brechen.“ Allerdings steht der 56-Jährige nach dem enttäuschend verlaufenden Saisonstart selbst in der Kritik.

Sportdirektor André Hechelmann (39) betont, „bis zuletzt alles dafür getan“ zu haben, „um uns gemeinsam mit Thomas Reis aus dem sportlichen Tief heraus zu arbeiten“. Doch „nach den internen Besprechungen der vergangenen Tage“ habe letztendlich „die notwendige Überzeugung“ gefehlt, „dass wir die Negativentwicklung in der bisherigen Konstellation stoppen und so kurz- und mittelfristig erfolgreich sein können“. Die Vereinsspitze sei deshalb zu dem Entschluss gelangt, „einen neuen Weg zu gehen“, teilt Hechelmann mit.

Zunächst steht nun der bisherige Co-Trainer Kreutzer in der Verantwortung. Das Amt hatte er nach der Entlassung von Frank Kramer (51) in der Saison 2022/23 schon einmal für eine Partie inne. Schalke verlor damals bei Hertha BSC mit 1:2. Kreutzer genieße „unser volles Vertrauen“, bekräftigt Hechelmann. Ziel sei es „mit einem positiven Gefühl“ in die Länderspielpause Mitte Oktober zu gehen. „Parallel arbeiten wir an der Nachfolgelösung“, erklärt der S04-Sportdirektor. Namen sind noch nicht bekannt.

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Lars

Nach den Ereignissen in den vergangenen Tagen, mit einer wiederholt falschen taktischen wie systemischen Aufstellung, und dem Vertrauensverlust in der Mannschaft ist dies leider die einzig richtige Maßnahme. Allerdings muss auch die Verantwortung im sportlich verantwortlichen Bereich herausgestellt werden. Eine falsche Personalie bei der Besetzung des Kaderplaners, ist am momentanen Kader ablesbar. P. Knäbel, auch wenn er den Kaderplaner berufen hat, sollte man nicht als Verantwortlichen heranziehen. Seine Arbeit in der vergangenen Winterpause war ohne Zweifel absolut top, die Verpflichtung von R. Schröder war auch eine sehr gute Maßnahme und trug Früchte in Form des direkten Wiederaufstiegs. Eine Neuausrichtung der sportlichen Führung(Kaderplanung/Sprotdirektor) traue ihm auf jeden Fall zu. Nicht zu vergessen, im Moment ist man im Vorstand unterbesetzt und diese Tatsache wird dazu beigetragen haben, der Besetzung der Planstelle des Kaderplaners nicht genügend Kapazitäten zugeordnet zu haben/zuordnen zu können.