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Die Pechsträhne des FC Schalke 04 bei Transfers vom FC Bayern

Sebastian Rudy
Foto: imago images

Mit Yusuf Kabadayi wird die nicht kurze Liste der Verpflichtungen des FC Schalke 04 vom Rekordmeister Bayern München fortgeführt. Allzu viel Glück hatten die Schalker mit den Transfers aus der bayrischen Landeshauptstadt in den letzten Jahren nicht, wie die folgende Liste aufzeigen wird – ganz im Gegensatz übrigens zu den Münchnern, sofern diese sich beim FC Schalke 04 bedienten.


Zumindest in diesem Jahrhundert hatte Schalke wirklich kein Glück mit den Transfers, die meist recht vielversprechend klangen. Den Anfang machte Alexander Baumjohann, der 2010 ins Ruhrgebiet wechselte. Beim FC Bayern hatte er sich nicht durchsetzen können – und auf Schalke auch nicht. Der damalige Trainer Felix Magath steckte ihn sogar zeitweilig in die U23. Später fand er u. a. in Australien sein Glück, aber eben nicht auf Schalke – und das als jemand, der in der eigenen Jugend groß geworden war.

Es folgte die Leihe von Jan Kirchhoff. Doch der verletzte sich gleich zu Beginn seiner anderthalbjährigen Leihe schwer, kam am Ende nur auf 20 Einsätze und zog weiter in die Premier League, ehe er seine Karriere beim KFC Uerdingen beendet. Auch Kirchhoff stellte keine nennenswerte Verstärkung dar.

Felix Magath
Foto: Getty Images

Magath schickte Baumjohann sogar in die II. Mannschaft

Ebenfalls ausgeliehen wurde Pierre Emile Höjbjerg, der damals gerade 20 Jahre alt war. Noch fehlte ihm die Durchschlagskraft auf höchstem Niveau, sodass er auch bei den Knappen lange brauchte, bis er endlich Fuß fasste. Als es soweit war, endete die Leihe auch schon wieder. Dass er es kann, zeigt er aktuell regelmäßig bei Tottenham Hotspur. Auf Schalke waren seine großen Fähigkeiten oft nur zu erahnen gewesen.

Völlig in die Hose ging hingegen die Leihe von Nationalspieler Holger Badstuber, der nach etlichen Verletzungen an anderer Stelle als bei den Bayern ans alte Niveau herankommen sollte. Doch das gelang weder ihm noch seinem Schalker Trainer Markus Weinzierl. Ging von Schalke zum VfB Stuttgart, beschloss seine nicht mehr ganz in Gang kommende Karriere in der Schweiz. Bleibt ein besonders unrühmliches Kapitel der Wechsel vom FC Bayern zum FC Schalke.

Ebenfalls glücklos waren die Auftritte von Sebastian Rudy im Schalke-Dress, der 2018 aus München kam. Hier ist die oft despektierliche Formulierung vom „Missverständnis“ einmal angebracht, denn Rudy kam nie wirklich auf Schalke an. Konnte ein schlingerndes Team nicht retten, wurde dann nach Hoffenheim verliehen und schließlich verkauft.

Bleibt Yusuf Kabadayi also die Aufgabe, die unglückselige Pechsträhne bei Schalker Verpflichtungen aus München zu durchbrechen und stattdessen auf Schalke zu überzeugen. Was vielleicht etwas viel verlangt von solch jungem Spieler ist, aber zumindest besitzt er die Anlagen dazu.

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