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ZDF-Doku über Schalkes Stand der Dinge: „Dem Abgrund entgegen“

Eine Doku des ZDF von Klaus Fiedler beleuchtet in 25 Minuten die Lage auf Schalke mit dem Fokus darauf, wie Fans, Journalisten, Politiker und andere Nicht-Verantwortliche die Lage beurteilen. Dabei sind ganz unterschiedliche Stimmen zu hören, darunter ein Blogger, Ex-Trainer Felix Magath oder NRW-Landtagsabgeordneter Ralf Jäger.

In jedem Fall ein Muss für alle, denen der FC Schalke 04 am Herzen liegt, da hier doch recht seriös, wie vom ZDF zu erwarten, vorgegangen wird. Es geht weniger um zuletzt bekanntlich ziemlich fehlerhafte sportliche bzw. personelle Entscheidungen auf dem Platz als darum, was ansonsten im Verein im Argen liegt.

Hier erfährt man von den Ängsten des „Königsbloggers“ Torsten Wieland, dass der Sturz mit jenem in die 2. Bundesliga noch nicht sein Ende erreicht hat. Davon, dass 11Freunde-Journalist Ron Ulrich jene Aktion als „Sakrileg“ empfand, als der Club von den Dauerkartenbesitzern eine Begründung hören wollte, warum diese ihr Geld in der Corona-Krise vom Verein zurück erhalten wollten.

Ganz besonders interessant sind die Standpunkte von Felix Magath, der bekanntlich von 2009 bis 2011 sowohl als Trainer als auch als Vorstand auf Schalke wirkte. Er bemängelt, dass die Menschen auf Schalke Angst vor Veränderungen hätten, es ohne Veränderungen aber keine Besserung geben werde.

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Magath mit klaren Worten zu seinem Ex-Club

Eine echte Breitseite feuert er gegen den geschiedenen Finanzvorstand Peter Peters ab, der gerade erst nicht zur Wahl zum Aufsichtsrat zugelassen wurde: „Peter Peters mag sein, wie er ist, ein Finanzfachmann ist er jedenfalls nicht.“

Dazu Stimmen aus der Politik wie jene von Ralf Jäger, der die Landesbürgschaft für Schalke kritisiert. Ins selbe Horn stößt ein Vertreter des Bundes der Steuerzahler. Dazu kommen viele weitere interessante Köpfe, denen Schalke am Herzen liegt wie Kornelia Toporzysek oder Stefan Barta.

Eine Doku, die den Ausmaßen der gegenwärtigen Krise des FC Schalke 04 vor allem deshalb gerecht wird, weil Hardcore-Fan Katharina Strohmeyer die entscheidende Frage stellt: Wie stellen wir den Club eigentlich auf in den nächsten drei bis fünf Jahren? Das würde viel zu wenig diskutiert aktuell, bzw. eigentlich gar nicht. Bezeichnend auch, dass sich keiner der gegenwärtig Verantwortlichen in dieser Doku überhaupt zur Lage äußern wollte.

Welche man unter diesem Link findet: „Dem Abgrund entgegen“.