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Peters und Sarpei nicht unter Aufsichtsratskandidaten

Peter Peters
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Fünf Posten werden frei im Aufsichtsrat in diesem Sommer. Für eine Kandidatur beworben haben sich um die 30 Interessierte. Zugelassen werden konnten per Satzung aber nur je zwei Kandidaten pro offener Stelle, was aktuell auf zehn Personen hinausläuft. (Etwas) Überraschende Entscheidung: Zwei prominente Köpfe sind nun nicht darunter.

Recht ominös fällt die Entscheidung des Wahlausschusses auf Schalke jedes Mal, wenn eine Neuwahl ansteht. Denn öffentlich begründen muss dieser Ausschuss seine Entscheidung nicht. Das dürfte die beiden prominenten Köpfe nun genauso ärgern wie alle anderen, die nicht von ihm zur Wahl für den Aufsichtsrat zugelassen worden sind.

Die Rede ist zum einen vom langjährigen Finanzvorstand Peter Peters, der vor wenigen Monaten erst ganz still und leise seinen Abschied von Schalke 04 genommen hatte, nicht ohne zu behaupten, der Club sei gut für die Corona-Krise aufgestellt. Wie sich dann zeigte, war dem aber nicht nur nicht, so das Gegenteil ist der Fall. Was den direkten Wiederaufstieg aus der zweiten Liga natürlich ganz akut bedroht.

Zum anderen ist es Ex-Spieler Hans Sarpei, der nicht auf der zuletzt vom Club selbst veröffentlichten Liste erscheint. Der Ausschuss hatte sich in Einzelgesprächen mit allen vorhandenen Interessenten auseinandergesetzt, um so die möglichst besten von ihnen für Schalke 04 auszuwählen.

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Sarpei überzeugt Wahlausschuss nicht

Am 13. Juni 2021 wird nun diese Wahl über die Bühne gehen. Ausgewählt hat der Ausschuss dabei mit Moritz Dörnemann, Matthias Rüter und Axel Hefer gleich drei Personen, die bereits aktuell Mitglied des Aufsichtsrates sind.

Die komplette Liste der Kandidaten liest sich wie folgt:

  • Holger Brauner
  • Axel Hefer
  • Moritz Dörnemann
  • Prof. Dr. Stefan Gesenhues
  • Rolf Haselhorst
  • Heinz-Jürgen Kallerhoff
  • Sven Kirstein
  • Matthias Rüter
  • Johannes Struckmeier
  • Dr. Meinolf Weidenbach

Wie man sieht, eine Kandidatenliste, die mal wieder ausschließlich aus (mittel-) alten, weißen Männern besteht.

Ebenfalls eine Notiz wert. Mit den Herren Uli Paetzel und Frank Haberzettel sind zwei Mitglieder der Gruppierung „Tradition und Zukunft“ ebenfalls nicht zur Wahl zugelassen worden. Jene Gruppierung war es gewesen, die vor wenigen Wochen versucht hatte, in einer Überrumpelungsaktion dem Club Ralf Rangnick als neuen Sportdirektor überzustülpen. Wie man weiß ebenso vergeblich wie nun der Wunsch der zwei Mitglieder der Gruppe, für den Aufsichtsrat kandidieren zu dürfen.