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0:5-Debakel beim VfL Wolfsburg – Grammozis: „Zu viele Geschenke verteilt“

Dimitrios Grammozis
Foto: imago images

Die Lage des FC Schalke 04 im Tabellenkeller der Bundesliga wird immer aussichtsloser. Während die Königsblauen beim VfL Wolfsburg mit 0:5 unter die Räder kamen, feierte der 1. FSV Mainz 05 einen späten 1:0-Sieg gegen den SC Freiburg, womit der Schalker Rückstand nun auch auf den Relegationsplatz satte elf Punkte beträgt – bei nur noch neun ausstehenden Partien und mit Blick auf bislang erst zehn Zähler nach 25 Spieltagen schwindet selbst bei den größten Optimisten der Glaube an eine Aufholjagd.

In Wolfsburg war Schalke nicht nur nach Einschätzung von Dimitrios Grammozis, der nach dem 0:0 in der Woche zuvor gegen Mainz 05 zum zweiten Mal auf der S04-Bank Platz nahm, zunächst durchaus gut im Spiel. Doch mit dem unglücklichen Eigentor von Shkodran Mustafi zum 0:1 gerieten die Königsblauen aus der Spur. „Dann hat man gemerkt, dass die vergangenen Monate Spuren in den Köpfen der Spieler hinterlassen haben“, sah Grammozis letztlich im vermeidbaren Rückstand den Knackpunkt.

Mi dem zweiten Durchgang konnte dann auch Grammozis nicht zufrieden sein, der sich aber öffentlich vor seine Spieler stellte: „Meine Jungs haben heute gewollt, das hat man gesehen. Die Einstellung hat auf jeden Fall gestimmt.“

Grammozis richtet den Blick nach vorne

Gleichzeitig benängelte Grammozis, „zu viele Geschenke verteilt und die Wolfsburger eingeladen“ zu haben und sprach auch die einmal mehr in letzten Drittel der Partie nicht zu übersehenden Fitnessdefizite an: „Es war aber auch zu sehen, dass wir noch nicht in der Lage sind, in dieser Intensität über eine volle Spieldistanz die Kompaktheit zu halten oder den Gegner weit vom eigenen Tor fernzuhalten.“

Nichtsdestotrotz ist der Schalker Coach noch davon entfernt, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr richtete Grammozis direkt den Blick auf die nächste Aufgabe gegen das gleichfalls kriselnde Borussia Mönchengladbach: „Wir werden jetzt nach Hause fahren, das Spiel aufarbeiten und uns dann auf den nächsten Gegner vorbereiten,“ so der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer, der freilich auch weiß, dass selbst ein Sieg gegen Gladbach die Chancen auf die Rettung nur geringfügig verbessern würde.