Bundesliga

Presseschau zum 0:0 gegen Mainz: „Spiel des Grauens“

Unter dem neuen Trainer Dimitrios Grammozis reichte es auch gegen den vor Anpfiff Vorletzten der Tabelle Mainz 05 nicht zu einem Sieg. Eine Nullnummer, bei der Schalke 04 im eigenen Stadion auf erschreckende 2:19 Torschüsse kam und am Ende glücklich über einen Punkt sein musste. So kommentiert die Presse Grammozis‘ Debüt.

Ein „Spiel des Grauens“ Tagesspiegel am Freitag in der Veltins-Arena. Das allerdings galt für beide Parteien, die nur „Krampf und Kampf“ boten, „bestenfalls Drittliga-Niveau“ attestiert man den Mannschaften. „Denn das spielerische Niveau war grauenhaft. Fehlpass reihte sich an Fehlpass, immer wieder wurde der Ball planlos durch die Arena gebolzt.“ Einzig Positives für Schalke: keinen Gegentreffer kassiert zu haben.

Ähnliches Vokabular bemüht Jörg Strohschein für die Sportschau. Er spricht von einem „Trauerspiel“ und konstatiert: „Unzählige Fehlpässe und Missverständnisse kennzeichneten die Bemühungen auf beiden Seiten.“ Den Grund dafür, dass Schalke „nicht mehr als ein überforderter Sparringspartner“ war, nennt Strohschein jedoch auch. Grammozis hatte vorwiegend auf junge Spieler gesetzt und damit den nötigen wie wohl langwierigen Umbau des Teams begonnen. Der physische Zustand des Teams insgesamt sei aber bedenklich gewesen. „Während die Mainzer liefen und liefen und liefen, fehlte dem Motor des Ruhrgebietsklubs mit zunehmender Spieldauer das Benzin.“ Was letztlich zu diesem Urteil führt: „Die Schalker dagegen wirken in vielerlei Hinsicht kraftlos und ausgelaugt. Nun haben sie offenbar auch noch ihren letzten Mut verloren.“

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Kein Benzin mehr im Tank

„Überaus trostlos“ nennt auch Schalke-Experte Philipp Selldorf von der SZ die Antwort auf die Frage, ob der FC Schalke 04 noch an seine Rettung glaube. Schuld seien aber auch die „aberwitzigen Ausmaße“ der Verletzungssorgen. Die eigentliche erste Elf wäre mit Spielern wie Harit, Huntelaar, Fährmann, Uth oder Bentelab durchaus gut besetzt gewesen. „Das reale Team hingegen konnte seine Defizite an Klasse, Form und Erfahrung nur notdürftig kaschieren.“ Was diese Aufstellung bedeutet, weiß Selldorf auch: „Am Freitagabend hat Schalke 04 den Probelauf für die Saison in der zweiten Liga aufgenommen. Das Prinzip des Durchhaltens ist mit Christian Gross in die Schweiz entschwunden.“

Etwas nüchterner sah auch der Kicker wenig Positives in der Veltins-Arena: „Spielerisch fehlte es beiden Teams an Ideen und Tempo“, was bei Mainz in der zweiten Halbzeit besser wurde. Nicht so bei den Gelsenkirchenern, die „nunmehr kaum einmal kontrolliert über die Mittellinie kamen. Allerdings: Zumindest im defensiven Zentrum stand S04 weitgehend sicher.“

Das nächste Schalker Spiel findet am Samstag um 15.30 Uhr beim VfL Wolfsburg statt.