Bundesliga

Presseschau zu Hertha BSC – Schalke 04

Mark Uth
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Das 0:3 bei Hertha BSC zeigte auf erschreckende Weise einen ähnlichen Ablauf wie so viele Spiele von Schalke 04 in den letzten Monaten. Erst hält man nicht nur gut mit, ist sogar in Ansätzen das bessere Team, findet die Mehrheit der deutschen Presse. Dann aber zerbröselt nach einem Rückstand jeglicher Überlebenswille und jegliche Gegenwehr. Obwohl das 0:3 schon eine hohe Niederlage ist, hätte es sogar noch höher ausfallen können, meinen FAZ, WAZ und Co.

Der Berliner Tagesspiegel befindet, dass man den Spielern den Einsatz nicht absprechen könne. Das Resultat war aber dasselbe wie unter allen drei Trainern zuvor in dieser Saison. Hertha hätte bei besserer Chancenverwertung sogar noch höher gewinnen können. Insgesamt gab es zu Beginn viel Krampf und Kampf und wenig Struktur im Spiel. Und nach dem 2:0 für Hertha habe sich Schalkes Elan dann vollends verflüchtigt.

Die SZ sah – wieder einmal – zunächst gute Ansätze. Schalke sei sogar das bessere Team gewesen in den ersten 30 Minuten. Allerdings fehlte nach dem Rückstand dann ebenso wie so oft zuvor jegliches Aufbäumen. Stattdessen habe Schalke sich in die Niederlage gefügt, „gewohntsbedingt“.

In der FAZ sieht man auf Schalke die Nerven blank liegen. Bei Hertha leistete man sich den „nächsten Fußball-Offenbarungseid“. Die Hoffnung auf Neuzugänge und damit auf Einzelpersonen sei typisch für „fast jede Talfahrt Richtung Zweitklassigkeit“. Woher aber berechtigte Hoffnung kommen solle, bleibe fraglich. „Jeder Gegentreffer wirkte wie ein KO-Schlag für die Mannschaft“.

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Auch in Berlin der gewohnte Gang der Dinge

Im Spielbericht des Kicker liest man Ähnliches. Am Ende der Partie „zerfiel Schalke in seine Einzelteile“. Dabei war Schalke „mutig“ gestartet, die Abwehrareit sei „grundsolide“ gewesen und das Anlaufverhalten sogar „prima“. Anders als die übrigen Medien meint der Kicker aber, dass Schalke nach dem ersten Rückstand nicht verunsichert gewesen sei. Weiter habe man mutig nach vorne gespielt. Das 2:0 dann aber sei ein „echter Wirkungstreffer“ gewesen. Damit habe Hertha die Schalker „endgültig aus der Bahn“ gebracht.

Und letztlich titelt die WAZ „Neuer Trainer, alte Probleme“ und urteilt, dass es „unvorstellbar“ sei, dass die Mannschaft in der gegenwärtigen Verfassung zwei oder drei Clubs am Saisonende hinter sich lassen werde.