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0:3 bei Hertha – alles beim Alten auch unterm neuen Trainer Gross

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Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Es scheint Wahrheit zu werden. Nach dem erneut fürchterlichen Auftritt beim 0:3 bei Hertha BSC ist der FC Schalke 04 mittlerweile bei 30 Spielen in Folge ohne Sieg angekommen. Nur noch eine letzte Chance beibt nach dem neuerlichen Debakel an diesem Samstag, den Tasmania-Rekord abzuwenden. Zudem wieder kein eigenes Tor und eine hohe Niederlage, auch in Gross‘ erster Partie.

Es gab durchaus mehrere Signale in der Mini-Winterpause, die für Hoffnung bei den Schalke-Fans sorgten. Zum einen wurde mit Christian Gross immerhin jemand verpflichtet, der schon seit Jahrzehnten als Trainer tätig ist und niemand aus der Riege der jungen, aber unerfahrenen Trainer. Zum anderen holte man mit Sead Kolasinac einen alter Schalker zurück ins Team, der auf etliche Partien in der Premier League kommt. Doch das waren die Signale vor der Partie bei Hertha BSC im weiten, aber gähnend leeren Rund des Olympiastadions in der Hauptstadt.

Die Partie selbst lief dann so, als hätte sich überhaupt nichts verändert in der Mannschaft. Kaum gelungene eigene Kombinationen und vor allem wieder ein mittlerer Zusammenbruch nach dem Rückstand durch Guendouzi in der 36. Minute, der zu diesem Zeitpunkt nicht zwangsläufig hätte erfolgen müssen. Danach fehlte die Mentalität, der Ruck, der Leader, was auch immer – irgendetwas, was noch das Spiel hätte drehen können.

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Gross ebenso machtlos wie seine Vorgänger

Stattdessen folgten zwei weitere Gegentreffer durch erneut Guendouzi schon in der 51. Minute und durch Piatek in der 80. Minute. Da war die Messe aber ohnehin schon gelesen. Ganze 38 % Ballbesitz hatte der FC Schalke 04, kam in der 2. Halbzeit, zu gerade einmal 4 Torschüssen. Und das gegen einen Gegner, der in den letzten Wochen alles andere als überzeugend aufgetreten war.

Ob der Effekt des Trainerwechsels jetzt schon verpufft ist, kann man nur beantworten, wenn man weiß, ob ein solcher in den bisherigen Trainingseinheiten überhaupt absehbar war. Dass mit Bremen, Köln und Bielefeld die übrigen Teams im Tabellenkeller heute ebenfalls verloren, konnte man also nicht mal für einen moralischen Erfolg in Form eines Punktgewinns nutzen. Im Gegenteil haben die Spieler auch noch die Torbilanz weiter verschlechtert. Mit nun -31 steht man bei mehr als doppelt so vielen wie der zweitschlechteste Arminia Bielefeld mit -15. Quasi ein zusätzlicher Punkt, den man noch aufholen müsste, um die Klasse zu halten. Was nach diesem neuerlich im Resultat erschreckenden Auftritt als unlösbare Aufgabe erscheint.