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Reschke vor dem Aus! Schalke sucht wohl neuen Kaderplaner

Es geht weiter rund auf Schalke. Sofern man diesem Bericht von Sport1 Glauben schenken darf, soll Kaderplaner Michael Reschke vor dem Aus stehen. Dies soll auch eine Konsequenz aus der totalen sportlichen Krise sein. Konflikte zwischen Schneider und Reschke hatte es zuvor schon gegeben, wie wir berichteten. Nun also das Aus?

Der Absturz auf den letzten Tabellenplatz durch den Mainzer Sieg beim SC Freiburg bringt offenbar noch mehr in Bewegung als nur Auseinandersetzungen im Kader (zwischen Naldo und Vedad Ibisevic). Wie Sport1 berichtet, soll nun das Aus von Kaderplaner Michael Reschke kurz bevorstehen. Das liegt nicht allein am ausbleibenden sportlichen Erfolg, sondern auch an großen Dissonanzen zwischen Sportvorstand Jochen Schneider und eben Michael Reschke.

Schon länger wird in den inneren Zirkeln der Bundesliga kolportiert, dass man beim FC Schalke 04 nicht mehr „mit einer Stimme spreche“. Dass also man unterschiedliche Antworten und Einschätzungen erhält, je nachdem, mit welchem Kopf der Schalker man es gerade zu tun hat. Nach außen bekommen die Fans davon in der Regel wenig mit. Für das Standing in Spieler- und nicht zuletzt Beraterkreisen ist so etwas aber alles andere als vorteilhaft.

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Tischtuch wohl zerschnitten

Möglicherweise zieht man beim FC Schalke 04 nun einen Schlussstrich unter diese Querelen, die das sportliche Vorwärtskommen nicht unerheblich beeinträchtigt haben dürften. Selbst bei relativ leeren Kassen gehört Schalke schließlich immer noch zu den ganz großen Clubs in Deutschland.

Ein Beispiel für die unabgestimmte Vorgehensweise liefert der Text ebenfalls. So habe Reschke in der Sommerpause versucht, Omar Mascarell zu verkaufen, ohne Schneider darüber zu informieren. Deshalb soll Schneider bereits andere Kaderplaner kontaktiert und ihre Verfügbarkeit abgeklopft haben. Noch will man sich schließlich nicht in den drohenden Abstieg ergeben und plant für die im Winter folgende Transferperiode wichtige Verstärkungen, um die Abstiegsränge zu verlassen.

Pikant an dieser möglichen Demission von Reschke wäre, dass es Schneider selbst war, der Reschke vor 15 Monaten in den Pott geholt hatte, obwohl dieser sich auf seinen letzten Stationen nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte. Insofern fiele eine Trennung von Reschke durchaus auch auf Schneider zurück. Dieser solle momentan aber noch vollen Rückhalt im Aufsichtsrat genießen, was ebenso für den neuen Trainer Baum gelte. Dieser wiederum darf sich möglicherweise auf Verstärkungen im Winter freuen – dann aber wohl nicht mehr ausgewählt von Michael Reschke.