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Gehaltsverzicht doch nicht so einhellig beschlossen?

FC Schalke 04
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Wenn es zutrifft, was das Magazin Sport.de aus dem Schalker inneren Kreis berichtet, dann gingen die Verhandlungen über einen neuerlichen Gehaltsverzicht der Spieler keineswegs so einmütig über die Bühne, wie es zuletzt dargestellt wurde. Von viel Widerstand ist da die Rede, der zwar schließlich überwunden wurde, die Stimmung im Team aber sicher nicht verbessert haben wird.

Viele Bundesligisten haben in Corona-Zeiten mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Der FC Schalke 04 bekanntlich in besonders dramatischem Ausmaß. Da musste letztens schone eine Landesbürgschaft von über 30 Millionen Euro beantragt werden, um nicht vor dem Ende zu stehen. Und auch die Spieler sollten weiter auf Teile ihres Gehalts verzichten, wie sie dies bereits im Frühjahr getan hatten.

Zunächst gingen die Gerüchte um, dass die Schalker Spieler sich dagegen sperren würden. Dann wurde doch eine einvernehmliche Einigung verkündet. Verantwortliche beim FC Schalke 04 zeigten sich sogar „verwundert“ über die Darstellung in den Medien, dass die Bereitschaft der Spieler gefehlt habe. Doch diese Verwunderung war wohlfeil, sofern der Bericht von Sport.de zu diesem Thema den wahren Ereignissen entspricht.

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Schalke muss weiter sparen – nicht alle Spieler ziehen freiwillig mit

Dort schreibt man nämlich davon, dass es „heftigen Zoff“ in der Mannschaft gegeben habe. In Berufung auf die Sportbild seien Teile des Teams überhaupt nicht mit den Vorschlägen von Jochen Schneider einverstanden gewesen, die noch aus dem August stammten. Andere Teile der Mannschaft wiederum hätten für diese Haltung kein Verständnis gehabt. Argument der Verweigerer sei unter anderem gewesen, dass der Club weiterhin Millionen ausgebe für frühere Trainer und Spieler, die gar nicht mehr für den Verein tätig sind.

In der Folge entwickelten sich „emotionale Diskussionen“. Diese kamen erst zum Erliegen, als der Mannschaftsrat ein Machtwort sprach. Jeder dürfe seine Meinung dazu haben, müsse diese dann aber auch persönlich gegenüber Jochen Schneider vertreten. Daraufhin lenkten die ursprünglichen Verweigerer ein. Beim nächsten Treffen mit Jochen Schneider stimmten schließlich alle dem neuerlichen Gehaltsverzicht zu. Einige von ihnen allerdings sicher mit einigem Zähneknirschen. Welche und wie viele Spieler zur Fraktion der Verweigerer gehörten, wurde nicht bekannt. Klar ist aber, dass die Vorkommnisse weder der Identifikation mit dem Verein noch dem Gemeinschaftsgefühl im Team förderlich gewesen sein dürften.