DFB-Pokal

Medien zum Schalker Pokalsieg: „Trugbild“ und „kein Befreiungsschlag“

Ralf Fährmann
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4:1 klingt deutlich, das war es dem Spielverlauf aber nicht. Die Presse findet – erneut – teilweise harsche Worte für die Darbietung des FC Schalke 04. Hier eine Übersicht der Stimmen in den Medien zum gestrigen DFB-Pokalspiel.

Die Süddeutsche Zeitung nennt das klar Ergebnis ein „Trugbild“. Gegner Schweinfurt sei lange in Reichweite einer Sensation gewesen. Auf das energische Pressing von Schweinfurt habe man keine Antwort gewusst. Die ersten 20 Minuten seien beinahe „peinlich“ gewesen, das Gegentor resultierte aus „einem der 1001 Ballverluste“ der Schalker. Am Ende habe zwar ein Sieg gestanden, doch das Ergebnis habe wenig mit dem Geschehen auf dem Platz zu tun gehabt.

Ähnlich formuliert es die FAZ in ihrer Bewertung des Spiels. Sie spricht von einem „phasenweise erschreckenden Bild“. Man habe beim Spiel gegen Schweinfurt 05 „nahtlos an die trostlosen Auftritte der Sieglos-Serie in der Bundesliga“ angeknüpft. Zudem verweist auch die FAZ auf den frappierenden Beginn des Spiels. Die Torschussbilanz lautete nach 25 Minuten 6:0 – für den Gast aus Bayern. Immerhin sah die FAZ in der 2. Halbzeit dann doch den standesgemäßen Klassenunterschied.

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Keine Antwort auf Schweinfurter Pressing gewusst

Der Kicker bewertet die Partie insgesamt ähnlich und fragt: „Ein Klassenunterschied? Der war (…) wahrlich nicht zu erkennen.“ Auch der Kicker wundert sich, wie „hilflos“ die Schalker dem Pressing der Schweinfurter gegenüber standen. Außerdem weist man darauf hin, dass Ralf Fährmann den Strafstoß des 1. FC Schweinfurt 05 irregulär pariert habe. Er „befand sich bei der Parade fast einen halben Meter vor dem Tor“. Vor dem kommenden Krisenduell in Mainz (Samstag, 15.30 Uhr) würden zudem „Zweifel bleiben“.

Die WAZ stimmt ein und bewertet den ersten Sieg nach ewig scheinender Durststrecke als „nur kleinen Schritt“, aber „längst kein Befreiungsschlag“.