Bundesliga

Jochen Schneider: Situation „nicht mehr existenzbedrohend“

Jochen Schneider
Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Durch den gestrigen Sieg des SC Freiburg gegen Hertha BSC sind die Chancen des FC Schalke 04 auf die Qualifikation für die Europa League nochmals kleiner geworden. Gelingt es am heutigen Mittwoch nicht, bei Eintracht Frankfurt zu punkten, wäre wohl selbst der siebte Rang kaum noch zu erreichen. Doch auch ohne Einnahmen aus dem Europapokal ist die wirtschaftliche Situation auf Schalke zwar angespannt, aber noch nicht komplett verfahren.

Die Lage ist „höchst anspruchsvoll, aber nicht mehr existenzbedrohend“, erklärte Sportvorstand Jochen Schneider in einem Interview mit der „Sport Bild“. Durch die Wiederaufnahme des Spielbetriebes und durch „viele eingeleitete Maßnahmen“ sei es gelungen, das noch im März angesichts von 197 Millionen Euro Verbindlichkeiten drohende Szenario einer Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden.

Neue Gespräche mit Stambouli und Caligiuri?

Zu den ergriffenen Maßnahmen zählte auch der Stopp der Vertragsgespräche mit Benjamin Stambouli und Daniel Caligiuri. „Wir müssen nunmehr mit Sorgfalt prüfen, ob wir einen Kompromiss erzielen können, der für beide Seiten tragbar ist“, schloss Schneider indes eine Wiederaufnahme der Vertragsverhandlungen nicht aus. Freilich soll Caligiuri in der Zwischenzeit auf dem Sprung zum FC Augsburg sein.

Deutlich Stellung bezogen hat Schneider unterdessen zur in der Öffentlichkeit vielkritisierten Entscheidung, den Fahrdienst für Jugendspieler an einen externen Dienstleister zu übergeben und diesbezüglich die Zusammenarbeit mit vielen langjährigen Mitarbeitern nicht fortzusetzen. Schneider betonte wie auch schon bei „Sky“, dass mit sämtlichen betroffenen Mitarbeitern Gespräche geführt wurden und „sozialverträgliche Lösungen“ gefunden werden sollen. So werde geprüft, ob für die bisherigen Schalke-Mitarbeiter ein Wechsel zum neuen Dienstleister möglich sein. Oder ob alternativ dazu eine andere Beschäftigung bei Schalke möglich ist. „Ich möchte betonen, dass wir keinen auf Schalke fallen lassen“, ist es Schneider enorm wichtig, die Angelegenheit ins richtige Licht zu rücken.