Bundesliga

Pressestimmen zum 1:1 bei Union Berlin: „Immerhin“

Michael Gregoritsch
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Die komplette Medienlandschaft hat sich noch nicht geäußert, wohl aber die relevantesten Organe, die über die Bundesliga berichten. Und so liest man bereits am Abend des heutigen 1:1, wie dieses Remis bei Union Berlin einzuschätzen ist. Eher Wohlwollendes liest man da und zudem gibt es noch eine gute Nachricht von abseits des Platzes.

Die Süddeutsche Zeitung sieht immerhin „zarte Symptome der Besserung“ und die SZ ist nicht dafür bekannt, allzu unkritisch mit dem FC Schalke 04 umzugehen. Leichte sportliche Besserung habe man im Stadion an der alten Försterei wahrnehmen können. Ein Ende der Krise sei das gleichwohl noch nicht, denn die Serie von nun zwölf Spielen ohne eigenen Sieg ist bekanntlich nicht zu Ende gegangen.

Im selben Text berichtet die SZ allerdings auch von etwas, was den Fans des FC Schalke 04 in diesem immer wieder aufs Neue turbulenten Tagen etwas Hoffnung machen dürfte. Denn der Rücktritt von Peter Peters sei wohl nicht aus blauem Himmel erfolgt und tatsächlich ein solcher. Peters habe sich jetzt dazu durchringen können, da er etwas ins Reine gebracht habe, womit wohl ein Darlehen einer Bank gemeint ist. Damit droht offenbar zumindest mittelfristig keine Insolvenz mehr.

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Beide Teams beenden Niederlagenserie

„Immerhin“, so formuliert auch die FAZ in ihrem Spielbericht, habe der FC Schalke seine Niederlagenserie beenden können. Ansonsten sei ihm aber weiterhin die Unsicherheit anzumerken gewesen. Später hätten sich die Gäste sogar ein Übergewicht herausspielen können, dieses aber nicht in Torgefahr ummünzen können.

Beim Kicker zitiert man aktuell nur die Schalker Spieler und deren Wortwahl hat es in sich. So beschreibt Michael Gregoritsch die Lage in der Kabine wie folgt: „Die ganze Mannschaft ist verzweifelt.“ Den Makel, womöglich am nächsten Wochenende den historischen Vereinsrekord von 13 Ligaspielen ohne Sieg aufzustellen, wolle niemand auf sich nehmen müssen. Auch hier gilt allerdings die Einschränkung: Man sei nur „ein bisschen“ verzweifelt. Etwas Hoffnung dürfte das 1:1 am Nachmittag in einem wieder einmal leeren Bundesliga-Stadion dann doch gemacht haben. In der zweiten Halbzeit präsentierte man sich feldüberlegen, ohne jedoch Nutzen daraus zu ziehen. Gegen Leverkusen wird der Gegner sicher wieder härtere Bandagen aufziehen, als es der 1. FC Union Berlin in der zweiten Halbzeit tat, der offenkundig mit dem einen Punkt zufrieden war. Und „immerhin“ gab es auch einen solchen für den FC Schalke 04.