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Heute vor 23 Jahren: Schalke holt den UEFA-Cup

Olaf Thon
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

In all den Wirren um die Finanzen und die letzten hohen Niederlagen wird es vielen Schalker Fans gefallen, sich an ein ziemlich positives Ereignis auf den Tag genau vor 23 Jahren zu erinnern. Am 21.05.1997 gewann der FC Schalke 04 mit dem Sieg im Elfmeterschießen in Mailand den UEFA-Pokal und damit den einzigen internationalen Titel.

Damals auch deshalb ein Riesen-Erfolg, weil diesen niemand ernsthaft geahnt hätte. Noch heute sind die Euro-Fighter, die diesen Titel unter dem späteren Jahrhundert-Trainer Huub Stevens ins Revier holte, umschwärmten Legenden im Schalker Kosmos. Auch, wenn die Gegenwart nicht allzu hell erstrahlt. Dieses aus sportlicher Sicht vielleicht tollste Kapitel überhaupt der Schalker Vereinsgeschichte bleibt davon natürlich unberührt.

Nicht nur beim Sport.de macht man auf dieses Jubliäum aufmerksam. Das Hinspiel hatte man damals noch im eigenen Parkstadion mit 1:0 durch ein Tor von „Kampfschwein“ Marc Wilmots gewonnen. In Mailand verlor man dann nach 90 und 120 Minuten mit 0:1 – was insgesamt natürlich einen ausgeglichenen Spielstand bedeutete. Trotz solcher Größen wie Youri Djorkaeff, Paul Ince oder Ivan Zamorano im Kader von Inter Mailand gelang den Gastgebern an jenem 21. Mai kein zweiter Treffer mehr und der erste auch erst nach 85 gespielten Minuten durch eben jenen Ivan Zamorano. Damit kam es zum Elfmeterschießen.

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Großer Jubel am 21. Mai 1997

Einfach, weil es in den aktuellen Tagen der Schalker Seele so gut tut, hier noch einmal die Schützen im Elfmeterschießen im Guiseppe-Meazza-Stadion, das für die Schalker zur Stätte ihres größten Triumphes wurde:

  • 0:1 Ingo Anderbrügge
  • Ivan Zamorana verschießt
  • 0:2 Olaf Thon
  • 1:2 Youri Djorkaeff
  • 1:3 Martin Max
  • Aron Winter verschießt
  • 1:4 Marc Wilmots

Nach diesem Treffer zum 4:1 im Elfmterschießen war die Entscheidung gefallen. Wilmots hatte nicht nur im Hinspiel getroffen, sondern auch hier im Elfmeterschießen vor 83.434 Zuschauern die Nerven behalten. Damit stürzte er das halbe Ruhrgebiet in einen Jubeltaumel (die andere Hälfte sollte kurz darauf den Sieg von Borussia Dortmund in der Champions League feiern). Und der erste Schritt war gemacht, das Ruhrgebiet zumindest für den Sommer des Jahres 1997 zum Mittelpunkt des europäischen Fußballs zu machen.