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Keine Pappaufsteller in der Veltins-Arena

Schalke Fans
Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images

Anders als in Mönchengladbach wird es in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen auf den leeren Rängen keine Pappaufsteller mit den Konterfeis der Fans geben. Das gab der Club gestern bekannt und lieferte auch gleich die Begründung dazu. Diese klingt nachvollziehbar, nicht zuletzt, wenn man auf die Publikumsstruktur auf Schalke blickt.

Borussia Mönchengladbach war der wohl weltweit erste Club, zumindest aber der erste deutsche Proficlub, der auf die Idee kam, seine Fans bei Geisterspielen dennoch zumindest symbolisch zuschauen zu lassen. Dies ermöglichte der mehrfache Deutsche Meister vom Niederrhein dadurch, dass man in der Fankurve Pappaufsteller drapierte, die ein Foto der Fans tragen, die sich sonst dort aufhalten. Lebensgroß die Pappaufsteller, zumindest als Brustbild die Fans darauf zu sehen – dass soll die Atmosphäre im Borussia-Park bei den anstehenden, zumindest in dieser Hinsicht trostlosen Geisterspiele ein wenig verbesser. Und neben dem Effekt, den Fans das Gefühl zu geben, dennoch symbolisch vor Ort zu sein, wurden Teile der entstandenen Erlöse auch noch für einen guten Zweck gespendet.

All das wird es auf Schalke in der Veltins-Arena aber nicht geben. Sicher hätte es den einen oder anderen Interessenten dafür gegeben. Doch der allgemeine Tenor der Fans des FC Schalke 04 ging eher in Richtung einer Ablehnung einer solchen Aktion.

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Gladbach-Fans kein Vorbild für Schalke

Diesen Vorstellungen ist der FC Schalke 04 nun gefolgt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat sich Marketingvorstand Alexander Jobst wie folgt zum Thema geäußert:

„Wir nehmen die Geisterspiele demnach an wie sie sind, künstlich ausstaffieren müssen und werden wir Geisterspiele nicht – denn das wäre nicht Schalke!“

An Angeboten für derartige Aktionen habe es absolut nicht gemangelt. Hinzu kamen auch noch Optionen, dass die Fans in der Arena „Geistergesänge“ oder Pfiffe und Applaus hätten einspielen können. Mit all dem habe sich Alexander Jobst keine Sekunde ernsthaft beschäftigt. „Weil ich sämtliche Animationen und Spielereien als sinnfrei für Schalke 04 betrachte“, begründete Jobst auch dieses ablehnende Verhalten.

Die Wucht der eigenen Fans sei durch nichts zu ersetzen, befand Jobst dann noch und damit dürfte klar sein: die anstehenden Heimspiele ohne eigene Fans werden auch nicht symbolisch von den eigenen Fans begleitet.

Offen sind für den FC Schalke 04 noch diese Heimspiele in der Bundesliga, die allesamt ohne Zuschauer stattfinden werden:

27. Spieltag: FC Augsburg
29. Spieltag: Werder Bremen
31. Spieltag: Bayer Leverkusen
33. Spieltag: VfL Wolfsburg