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Schalke bietet nur Gutscheine für gekaufte Tickets an – doch es gibt auch das Geld zurück

Schalke Fanshop
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Wie dramatisch die finanzielle Lage beim FC Schalke 04 aktuell ist, wird durch eine weitere Nachricht deutlich, die diesmal die Portemonnaies der Fans betrifft. Denn für bereits gekaufte Tickets bietet Schalke kein Geld zurück an, obwohl die Spiele nicht im Stadion verfolgt werden dürfen.

Gestern wandte sich der Club an die Öffentlichkeit und damit an seine Fans, insbesondere jene, welche über eine Dauer- oder Tageskarte für die Spiele des FC Schalke 04 erworben haben. Dabei glänzte man mit irreführender Informationspolitik. Tatsächlich könnte nämlich jeder, der ein Ticket für eines der Spiele erworben hat, die nun maximal als Geisterspiele ausgetragen werden, sein Geld zurück erhalten. Dies ist ohnehin in Deutschland im sogenannten Veranstaltungsvertragsgesetz so festgelegt.

Nur ist in der Meldung des FC Schalke 04 mit keinem Wort die Rede davon. Stattdessen wird mit vielen Worten auf die zig Optionen hingewiesen, die man seinen Fans geschaffen hat, mit dem bereits gezahlten Geld beim Club zu bleiben.

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Schalke bietet seinen Fans Trikots statt Rückzahlung an

Die vier Optionen dafür, wie man mit dem bereits gezahlten Geld verfahren kann, die der Club nennt, sind die folgenden:

  • Gutschein für den Fanshop
  • genereller Verzicht (also eine Schenkung an den Club)
  • Gutschein zur Anrechnung auf die Dauerkarte für die nächste Saison
  • Verzicht und als Dank dafür ein Trikot mit #NurimWir-Aufdruck

In den sozialen Medien wurde als Reaktion einiger Unmut über diese Verschleierung der Option, sich das Geld einfach zurückzahlen zu lassen, laut. Verständlicherweise, ist doch das Publikum in und um Gelsenkirchen wie überall im Ruhrgebiet besonders hart von Arbeitsplatzverlust und Kurzarbeit im Zuge der Corona-Krise betroffen.

Mag die Liebe zum Club der „Malocher und Kumpel“ auch besonders groß sein – wenn das Geld nicht für die Miete reicht, hätte man es vielleicht doch lieber zurück, als es seinem Herzensclub ohne oder gegen eher geringe Gegenleistung zu überlassen.

Welche Resonanz der Club nun tatsächlich auf sein Angebot erhalten wird, also wie viele Menschen welche Option wählen werden, wird wohl erst in einigen Wochen feststehen. Schließlich steht immer noch nicht fest, ob die geplanten Geisterspiele der Bundesliga überhaupt ausgetragen werden werden. In jedem Fall ein weiteres Indiz dafür, wie dringend der Club zurzeit Geld benötigt, nämlich nicht zuletzt das seiner Fans.