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S04 verzichtet auf USA- und China-Reise im Sommer

Jochen Schneider
Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Das war absehbar. Wegen der weltweiten Corona-Pandemie hat der FC Schalke 04 seinen eigentlich für den kommenden Sommer geplanten Trip nach China oder in die USA abgesagt. Übrig bleibt je nach Entwicklung der Lage allein ein Trainingslager in Österreich – sofern ein solches überhaupt für einen Spielbetrieb relevant werden wird.

Überall in der globalisierten Welt hat der Revierclub Fans. Insbesondere der Markt in China ist ob seiner Größe und dem dortigen geringen Interesse an lokalen Clubs, dafür aber umso größerem an international bekannten, von Relevanz. So hat man auch 2018 in der Sommerpause mit einer Reise nach China die dortigen Fans beglückt und ihnen die Möglichkeit gegeben, ihre Stars hautnah kennenzulernen. 2016 reiste man erstmals in die USA, 2017 dann sogar in beide Länder. Genau das aber ist zurzeit natürlich völlig unerwünscht. Wie ohnehin aktuell keine Einreise in die USA möglich ist, die gerade das zahlenmäßig am schwersten von der Krise betroffene Land darstellen. Somit ist der Verzicht auf diese beiden Reisen nur logisch – und alternativlos.

Für die Fans in diesen beiden großen Ländern bedeutet die Absage des FC Schalke 04 sicher eine herbe Enttäuschung, andererseits eine erwartbare und eben auch nötige.

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Schalke 2016 beim Florida-Cup

Der Kicker zitiert Sportvorstand Jochen Schneider dazu: „Unsere bisherigen Planungen mussten wir natürlich jetzt erst einmal ad acta legen. Primäres Anliegen ist, die aktuelle Saison zu Ende zu spielen.“

In dieser Hinsicht laufen die Vorbereitungen auf eine Rückkehr in einen normalen Trainingsbetrieb zwar. Wann es soweit sein wird, ist allerdings weiterhin völlig unklar, nachdem die Bundesregierung die drastischen Kontaktsperren bis mindestens zum 19. April 2020 verlängert hat. Einige Bundesligisten haben inzwischen begonnen, in kleinen Gruppen oder sogar nur in Zweierteams wieder auf dem Clubgelände zu trainieren.

Beim FC Schalke 04 ist es bislang aber noch nicht wieder soweit. Zudem wirken die Pläne der DFL, ab Anfang Mai wieder zum Spielbetrieb zurückzukehren – wenn auch nur als Geisterspiele – ziemlich ambitioniert angesichts des weltweiten Ruhens allen Profisports (von marginalsten Ausnahmen abgesehen). Eine Erholung der Situation im Sommer, sodass man doch noch entweder in die USA oder nach China reisen könnte, erscheint ebenso äußerst unwahrscheinlich.