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Gehaltsverzicht steht: Schalke spart 10 Millionen Euro

Benito Raman
Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Wie gestern berichtet, trafen sich Teile der Mannschaft jeweils in kleinen Gruppen am Donnerstag und Freitag, um über einen Gehaltsverzicht zu diskutieren und zu entschieden. Gerade wurde bekannt, dass die Schalker Spieler einem Gehaltsverzicht zugestimmt haben. Genaue Konditionen wurden noch nicht bekannt, die generelle Entscheidung steht aber.

Die Vereinbarung sieht wohl vor, dass die Spieler bis zum 30. Juni 2020 auf Teile ihres Gehalt verzichten, jeweils prozentual in Bezug auf das Gehalt des einzelnen Spielers. Dazu haben sich auch das Trainer- und Betreuerteam sowie der Vorstand dazu bereit erklärt, auf Teile des Gehalts zu verzichten. Dasselbe gilt auch für weitere Mitarbeiter des FC Schalke 04.

Rund 600 Mitarbeiter hat der Club aktuell, die meisten davon verdienen natürlich nur ein normales bis geringes Gehalt, müssen ebenfalls mit Einbußen rechnen. Doch der Club wollte auf keinen Fall wegen der Corona-Krise diese treuen Mitarbeiter entlassen oder in eine finanzielle Notlage stürzen müssen. Die Großverdiener auf Schalke tragen jetzt ihren Anteil dazu bei, dass dies weniger wahrscheinlich wird.

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Spieler werden Schalker Selbstbild gerecht

Das Minus von 26 Millionen Euro aus dem letzten Kalenderjahr, das vor Kurzem verkündet wurde, macht die Angelegenheit beim FC Schalke 04 noch einmal bedrohlicher als bei Clubs wie Borussia Dortmund oder dem FC Bayern München.

Da man monatlich nun mehrere Millionen Euro einsparen wird, beläuft sich die Gesamtsumme bis Ende Juni wohl auf rund 10 Millionen, die der Club nun weniger an Gehältern stemmen muss. Dazu kommt, dass die Spieler sogar eine generelle Bereitschaft gezeigt hätten, auch über den Juni hinaus mit weniger Geld als vertraglich vereinbart zufrieden zu sein – je nachdem, wie sich die Lage in Bezug auf die Bundesliga und die Corona-Krise entwickelt.

„Ein großartiges Zeichen der Loyalität. Unsere Spieler haben damit eindrucksvoll dokumentiert, was ihnen unser Verein bedeutet“, kommentierte Sportvorstand Jochen Schneider diesen Schritt der Vertragsspieler.

Damit werden die Spieler dem gerecht, wie sich der Club selbst definiert: Als Arbeiter- und Malocher-Club, in dem Solidarität groß geschrieben wird. Schneider weiter: „Wir alle stehen zusammen für unseren FC Schalke 04, nicht nur in guten, sondern vor allem auch in schlechten Zeiten.“