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Oliver Reck: Nübel noch nicht auf Niveau von Neuer

Alexander Nübel
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Der Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern München ist längst in trockenen Tüchern. Doch das Erstaunen darüber hat sich noch nicht allerorten gelegt. Schließlich wird er dort definitiv zunächst einmal die Rolle als Nr. 2 hinter dem Ex-Schalker und Nationaltorwart Manuel Neuer einnehmen müssen. Dass er in naher Zukunft aus dem Tor verdrängt, halten viele für äußerst unwahrscheinlich. So auch Oliver Reck, seines Zeichens ebenfalls Ex-Torhüter beim FC Schalke 04.

Oliver Reck, der nach seiner Karriere als aktiver Spieler diverse Funktionen bei unterschiedlichen Clubs innehatte, ist zurzeit Trainer des SSV Jeddeloh II in der Regionalliga Nord. Als langjähriger Torhüter mit nicht weniger als 557 Einsätzen in der Bundesliga dürfte er aber immer noch über das nötige Fachwissen über das Spiel als Torwart verfügen. Und sein Urteil fällt recht eindeutig aus:

„Der Junge ist schon gut, hat eine gewisse Klasse, aber er ist noch nicht auf dem Niveau, das ein Manuel Neuer hat“. Klarer Fall also für Oliver Reck. Sollte Nübel Neuer ablösen wollen, bevor dieser seine Karriere beendet oder den FC Bayern München verlässt, müsste Nübel sich noch um einiges weiterentwickeln. Und das wiederum geht nach Ansicht des Ex-Nationalspielers Oliver Reck (1 Länderspiel) nur, wenn er weiter Spielpraxis sammelt.

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Reck empfiehlt Nübel eine Ausleihe

Das wäre als Nr. 2 beim FC Bayern wohl kaum möglich oder wenn, dann nur in geringen Dosen in nicht so wichtigen Partien – sofern Manuel Neuer sich nicht verletzt. Eine Abmachung, die teilweise in den Medien erwähnt wurde, dass Nübel ein gewisses Kontingent an Spielen bei seinem Wechsel zugesagt worden sei, hält Reck nicht für plausibel.

„Ich glaube nicht, dass es eine Abmachung gibt, dass man ihm gesagt hat, der bekommt 15 Spiele. Das gibt es in keiner Liga der Welt.“

Insofern gibt es Sicht von Oliver Reck nur einen sinnvollen Weg, wie Alexander Nübel nun verfahren könnte. Er müsse sich ausleihen lassen, nicht zuletzt da er noch sehr jung ist und dementsprechend spielen müsse.

Ob eine solche Ausleihe angedacht ist, dazu haben sich weder Nübel noch der FC Bayern bislang geäußert. Was für einen anderen Spieler des Rekordmeisters schließlich nicht ganz unwichtig wäre. Die bisherige Nr. 2, Sven Ulreich, würde zur Nr. 3 degradiert, wenn Nübel sich nicht ausleihen ließe. Und das würde er im für einen Torhüter noch nicht allzu weit fortgeschrittenen Alter von 31 Jahren sich nicht mitmachen.

Hoffnungen darauf, dass Nübel als Ausleihe der Bayern noch weiter beim FC Schalke 04 spielt, sollten sich die Fans dennoch keine machen. Das wäre atmosphärisch wahrscheinlich eher schwer zu vermitteln.