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Gab es beim Paderborn-Spiel wieder Affenlaute?

DFB-Sportgericht
Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Erst vor wenigen Tagen war der FC Schalke 04 mit einer Strafe von 50.000 Euro für die rassistischen Affenlaute gegen Jordan Torunarigha im Pokalspiel gegen Hertha BSC belegt worden. Droht nun neues Ungemach? Wie der WDR berichtet, soll es auch im Heimspiel gegen den SC Paderborn am vergangenen Samstag wieder Affenlaute gegen dunkelhäutige Spieler des Gegners gegeben haben.

Fans des FC Schalke 04 hätten sich nach dem Spiel an die dafür vorgesehene, neu eingerichtete Meldestelle gewandt und von derartigen Vorfällen berichtet. So sollen die beiden Paderborner Spieler Christopher Antwi-Adjej und Jamilu Collins jeweils mit Affenlauten bedacht worden sein, wenn sie am Ball waren. Der FC Schalke 04 hat den Eingang dieser Meldung bestätigt, werde sich aber erst zum Thema äußern, wenn sich Weiteres dazu ergeben haben wird.

Offenbar hat die extra wegen der Vorfälle beim Berlin-Spiel initiierte Kampagne des FC Schalke 04 unter dem Motto „Steht auf, wenn ihr Schalker seid. Steht auf, wenn ihr Menschen seid“ nicht bei allen Anhängern des Clubs gefruchtet. Dabei hatte es dazu auch eine Videobotschaft von Schalke-Trainer David Wagner gegeben sowie viele weitere Aktionen, die im Umfeld des Clubs eigentlich nicht zu übersehen gewesen waren.

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Schalke eigentlich als antirassistisch bekannt

Bei Twitter kursiert sogar jene Mail, die ein Fan an die Meldestelle geschrieben haben soll. Darin wird konkret geschildert, wie von zwei Fans jeweils Affenlaute produziert wurden, wenn die beiden oben genannten Spieler vom SC Paderborn am Ball waren. Auf den Hinweis, dies zu unterlassen, sei die Gegenfrage erfolgt: „Was passiert sonst?“

Auf den Tweet hin berichteten weitere Nutzer von ähnlichen Vorfällen während der Partie gegen Paderborn. Offenbar scheint an diesen Vorwürfen also mehr dran zu sein, als dem FC Schalke 04 lieb sein kann – und natürlich ebenso der gesamten Gesellschaft. Dabei zeichnet sich der Club eigentlich durch seine antirassistische Arbeit und Haltung, vor allem im Umfeld der Fans, besonders aus. Clubboss Tönnies hatte diesem Wirken aber schon vor Monaten mit seinen von vielen als rassistisch empfundenen Äußerungen über Afrikaner keinen Gefallen getan. Dass der Ehrenrat dessen Äußerungen als „diskriminierend, aber nicht rassistisch“ bewertet hatte, stieß vielen Anhängern des Clubs übel auf.

Nun also ein neuerlicher Vorfall, der zum einen geneigt ist, den Ruf des Clubs zu beschädigen und zum anderen dazu führen könnte, dass der Club erneut einer Strafe entgegensieht. Angesichts des Umstands, dass dies nun der zweite Vorfall innerhalb kürzester Zeit ist, könnte die Strafe dieses mal deutlich höher ausfallen.