Zwölf Jahre beim BVB: Freiburgs Beste über das Duell mit Schalke

Auf den FC Schalke 04 wartet nach der Länderspielpause eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe. Am fünften Bundesliga-Spieltag gastieren die Königsblauen beim SC Freiburg, der mit sechs Siegen und einem Unentschieden aus sieben Pflichtspielen einen starken Saisonstart hingelegt hat. Vor dem Duell spricht Freiburgs Jan-Niklas Beste über Schalkes Stärken – und verrät, worauf es für seine Mannschaft ankommt.
Für Beste hat die Partie eine besondere Bedeutung. Der Offensivspieler verbrachte zwölf Jahre in der Jugend von Borussia Dortmund. Die Rivalität zwischen dem BVB und Schalke ist für ihn deshalb durchaus präsent.
Einen zusätzlichen Motivationsschub benötigt er allerdings nicht. „Sicher ist eine Partie gegen Schalke 04 etwas anderes, wenn man wie ich zwölf Jahre bei Borussia Dortmund gespielt hat. Es ist schon besonderer als andere Spiele. Aber einen zusätzlichen Boost brauche ich nicht, ich bin immer motiviert“, erklärte der 27-Jährige im Interview mit DER WESTEN.
Freiburg will Schalkes Mentalität überwinden
Sportlich erwartet Beste einen unangenehmen Gegner. Der S04 ist als Aufsteiger seit drei Spielen ungeschlagen und trotzte zuletzt sogar dem FC Bayern ein torloses Remis ab. Der Freiburger hat die Entwicklung der Königsblauen verfolgt und sieht vor allem deren Mentalität als große Stärke.

„Sie haben vor allem diese Ruhrpott-Mentalität, das Gegen-den-Ball-Arbeiten, die Galligkeit, diesen Teamgedanken“, betonte Beste. Genau diese Eigenschaften machten es für gegnerische Mannschaften schwierig, Chancen herauszuspielen. Freiburg müsse deshalb auf unterschiedliche Spielsituationen vorbereitet sein und die richtigen Lösungen finden.
Eine besondere Rolle könnten ruhende Bälle spielen. Beste übernimmt beim SC Freiburg regelmäßig Ecken und Freistöße und sieht darin eine Möglichkeit, eine enge Begegnung zu entscheiden. „Gerade in solchen Spielen, wenn es lange 0:0 steht, können Standardsituationen der Dosenöffner sein“, erklärte der Offensivspieler.
Allerdings müsse Freiburg auch in der Defensive aufmerksam bleiben. Zuletzt kassierten die Breisgauer bei Eintracht Frankfurt ein Gegentor nach einer Standardsituation. Für Beste ist deshalb klar, dass ruhende Bälle in beide Richtungen entscheidend sein können.
Beste warnt vor zu viel Zufriedenheit
Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der Freiburger sehr zufrieden. „Wenn jetzt noch jemand sagt, man ist nicht zufrieden, weiß ich auch nicht weiter. Wir haben von unseren sieben Pflichtspielen sechs gewonnen und eins unentschieden gespielt.“
Trotzdem will sich die Mannschaft darauf nicht ausruhen. „Aber auf dieser Zufriedenheit dürfen wir uns nicht ausruhen. Da sind wir in Freiburg offen und ehrlich miteinander“, sagte Beste.
Auch von der Champions League träumen die Freiburger Fans inzwischen. Intern will der Klub allerdings weiterhin Schritt für Schritt vorgehen. Für das Duell mit Schalke setzt Beste vor allem auf den Heimvorteil und die Unterstützung der Anhänger.
„Für uns spricht in jedem Fall, dass wir zuhause mit unseren Fans im Rücken spielen. Nach so einer langen Länderspielpause haben alle wieder Bock, ein Heimspiel in der Bundesliga zu haben. Wir bereiten uns bestmöglich auf die Partie vor, um diese im Idealfall zu gewinnen.“