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Verlässt Sylla Schalke doch noch? Baumann klärt auf

Moussa Sylla
Foto: IMAGO

Der FC Schalke muss Moussa Sylla trotz finanzieller Sorgen nicht zwingend verkaufen. Ganz ausgeschlossen ist ein später Abschied des Stürmers allerdings noch nicht.


Der Deadline Day ist vorbei, Moussa Sylla aber weiterhin ein Spieler des FC Schalke 04. Ganz vom Tisch ist ein Abschied des Angreifers dennoch nicht. Da in einigen Ländern die Transferfenster noch geöffnet sind, könnten die Königsblauen bei einem lukrativen Angebot weiterhin reagieren.

„Wenn ein Angebot kommt, das für alle Seiten passt, würden wir uns damit beschäftigen. Im Fußball möchte ich nur wenig kategorisch ausschließen“, erklärte Sportvorstand Frank Baumann gegenüber der WAZ. Allerdings steht Schalke inzwischen deutlich weniger unter Verkaufsdruck als noch in den vergangenen Jahren. Sylla soll deshalb keinesfalls günstig abgegeben werden. „Wir wollen ihn nicht verschenken oder unter Wert verkaufen“, sagte Baumann laut Ruhr24.

Die Situation hat sich auch durch die Verpflichtung von Hee Chan Hwang verändert. Der Südkoreaner kam kurz vor Transferschluss auf Leihbasis von den Wolverhampton Wanderers. Neben Hwang stehen Schalke mit Junior Adamu und Edin Dzeko weitere Optionen für die Offensive zur Verfügung. Ein Sylla-Abgang wäre deshalb sportlich grundsätzlich aufzufangen.

Schalke braucht Geld: Diese Rolle spielt Moussa Sylla

Wichtiger ist allerdings die finanzielle Situation des Vereins. Schalke muss bis zum Jahresende verhindern, dass sich das negative Eigenkapital gegenüber Ende 2025 verschlechtert. Andernfalls droht für die Saison 2027/28 ein Punktabzug. Ein Spielerverkauf galt lange als wichtiger Baustein, um die Vorgaben zu erfüllen. Mittlerweile verfolgt der Klub jedoch andere Möglichkeiten.

Moussa Sylla
Foto: IMAGO

„Keinen Verkauf zu forcieren, ist aus unserer Sicht ein kalkulierbares Risiko. Wir haben gute Alternativen, die wir in den kommenden Wochen und Monaten weiter vorbereiten und bei Bedarf umsetzen können“, sagte Baumann. Zu diesen Alternativen zählt unter anderem die Fördergenossenschaft „Auf Schalke eG“. Darüber hinaus verfügt der Verein bei der Bilanzierung über verschiedene Stellschrauben. Einnahmen und Ausgaben können je nach Zeitpunkt und Gestaltung unterschiedlichen Geschäftsjahren zugeordnet werden.

Baumann ist daher zuversichtlich, dass die Königsblauen die Eigenkapitalauflage auch ohne einen Sylla-Verkauf erfüllen können. „Wir werden nichts Verrücktes machen. Wir haben verschiedene Ideen und konkrete Überlegungen“, betonte der Sportvorstand. Nach aktuellem Stand bleibt Sylla somit auf Schalke. Ein spätes, außergewöhnlich lukratives Angebot könnte die Situation allerdings noch einmal verändern.