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Nur 35 Sekunden! Neue Details zum irren Hwang-Krimi auf Schalke

Hee-chan Hwang
Foto: Getty Images

Nach einem dramatischen Wettlauf gegen die Uhr ist Schalkes Transfer von Hee Chan Hwang gerade noch rechtzeitig über die Bühne gegangen. S04-Boss Frank Baumann hat nun interessante Details zum Deal verraten.


Der FC Schalke 04 hat am Deadline Day noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen – und dabei ein echtes Last-Minute-Drama erlebt. Hee Chan Hwang wechselt auf Leihbasis von den Wolverhampton Wanderers nach Gelsenkirchen. Gerade einmal 35 Sekunden vor Schließung des Transferfensters waren die notwendigen Unterlagen vollständig übermittelt.

Dabei hatte es lange Zeit gar nicht danach ausgesehen, als würde der Bundesliga-Aufsteiger noch einen neuen Angreifer verpflichten. Hwang stand zwar bereits länger auf der Schalke-Liste, eine Verpflichtung war zuletzt aber in weite Ferne gerückt. „In den letzten zwei oder drei Wochen war er aber kein konkretes Thema mehr“, erklärte Sportvorstand Frank Baumann in einer Medienrunde. Wolverhampton wollte den 30-Jährigen ursprünglich fest verkaufen.

Erst am Deadline Day änderte sich die Situation. Plötzlich waren die Engländer auch zu einer Leihe bereit. Schalke griff zu und erzielte gegen 17 Uhr eine grundsätzliche Einigung mit allen Beteiligten. Danach begann jedoch der Wettlauf gegen die Uhr.

Schalke bangte bis zuletzt um Hwang-Transfer

Technische und organisatorische Probleme verzögerten die Abwicklung. Besonders die benötigten digitalen Unterschriften sorgten für Schwierigkeiten. „Um 19.50 Uhr hatte ich dann erstmals das Gefühl, dass das doch nicht klappt“, berichtete Baumann. Wenige Minuten später folgte die Erlösung: Um 19.59.25 Uhr waren die Dokumente rechtzeitig im System hinterlegt und der Wechsel konnte vollzogen werden.

Frank Baumann
Foto: IMAGO

Auf der Geschäftsstelle fiel die Anspannung anschließend schlagartig ab. „Natürlich waren alle angespannt. Als die Bestätigung kam und klar war, dass alles funktioniert hatte, war die Freude groß“, sagte Baumann. Für das enorme Tempo des Transfers nahm Schalke sogar ein ungewöhnliches Risiko in Kauf: Hwang unterschrieb seinen Vertrag, ohne zuvor den obligatorischen Medizincheck absolviert zu haben. Die Untersuchungen wurden erst am Mittwoch nachgeholt.

Wann der Südkoreaner erstmals für Schalke auflaufen kann, ist noch offen. Nach eigener Einschätzung ist Hwang grundsätzlich einsatzfähig. Die Verantwortlichen wollen jedoch zunächst die medizinischen Ergebnisse und seine ersten Trainingseindrücke abwarten. Ein Einsatz im kommenden Heimspiel gegen den FC Bayern (5. September) gilt daher als eher unwahrscheinlich.