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Schalke-Boss vor neuem Vertrag: Verlängerung nur Formsache?

Frank Baumann, Christina Rühl-Hamers und Matthias Tillmann
Foto: IMAGO

Der FC Schalke 04 treibt seine Zukunftsplanungen voran. Ein S04-Boss könnte dabei langfristig eine wichtige Rolle spielen.


Beim FC Schalke 04 deutet laut einem Bericht der Sport Bild vieles auf eine langfristige Zusammenarbeit mit Vorstandschef Matthias Tillmann hin. Der Vertrag des 42-Jährigen läuft noch bis Sommer 2027, erste Gespräche über eine Verlängerung haben aber bereits stattgefunden. Eine Entscheidung soll möglichst bis zum Jahresende fallen.

Bei einem ersten Austausch mit dem Aufsichtsrat wurde das Kontrollgremium von dessen Vorsitzendem Axel Hefer sowie seinen Stellvertretern Sven Kirstein und Johannes Struckmeier vertreten. Tillmann machte dabei deutlich, dass er seinen Weg in Gelsenkirchen gerne fortsetzen würde. Gleichzeitig verwies er auf die Entwicklung der vergangenen Monate und das aus seiner Sicht gelegte Fundament für die kommenden Jahre.

Dazu zählt unter anderem die neue sportliche Struktur mit Sportvorstand Frank Baumann und Kaderplaner Maximilian Lüftl. Auch eine klarere Spielphilosophie sowie die datenbasierte Kaderplanung sollen Schalke langfristig voranbringen. Zudem gilt die Zusammenarbeit innerhalb der Führungsetage mittlerweile als deutlich harmonischer und klarer organisiert. Für eine Verlängerung benötigt Tillmann im elfköpfigen Aufsichtsrat eine Zweidrittelmehrheit. Bemerkenswert: Der Vorstandsboss möchte offenbar keine aktive Kampagne für seine Person.

Schalke will mit Matthias Tillmann weitermachen

Hefer, Kirstein und Struckmeier sollen nicht gezielt um Stimmen werben. Vielmehr soll im Gremium die Überzeugung bestehen, dass eine weitere Zusammenarbeit der richtige Schritt ist. Große Widerstände sind offenbar ohnehin nicht zu erwarten. Besonders Tillmanns Arbeit in seinem Kernbereich Marketing wird positiv bewertet. Die Sponsoring-Einnahmen konnten deutlich gesteigert werden. Eine Zustimmung des Aufsichtsrats gilt deshalb als „Formsache“.

Christina Rühl-Hamers, Frank Baumann und Matthias Tillmann
Foto: IMAGO

Neben der sportlichen Entwicklung bleibt die wirtschaftliche Situation eine zentrale Aufgabe. Schalke muss zum Jahresende die Eigenkapital-Vorgaben der Bundesliga erfüllen und eine ausgeglichene Finanzbilanz vorweisen, andernfalls könnte ein Punktabzug drohen. Tillmann zeigte sich allerdings kürzlich im Interview mit der WAZ zuversichtlich: „Ich bin überzeugt davon, dass wir die schwarze Null erreichen und die Eigenkapital-Auflage erfüllen werden.“

Auch darüber hinaus arbeiten die Königsblauen an ihrer Zukunft. Geplant sind Umbauten auf dem Vereinsgelände, darunter die sogenannten „Schalke-Terrassen“ als neuer Treffpunkt für die Fans. Tillmann könnte diese Projekte noch über 2027 hinaus als Vorstandschef begleiten.