Lukrativer Schalke-Sponsor: Dieses Detail sorgt für Diskussionen

Schalke hat seit Juni einen neuen Ärmelsponsor. Blåkläder wird bis 2029 den Ärmel zieren – in einer auf Schalke unbeliebten Farbe.
Seit dem Trainingsauftakt dieser Woche ist das Logo von Blåkläder auf der Trainingskleidung der Schalker Profis zu sehen, und wer genau hinschaut, erkennt: Die Hauptfarbe des schwedischen Arbeitsbekleidungsherstellers ist Gelb mit blauen und roten Akzenten. Genau so wird das Logo künftig auch auf den Trikots der Königsblauen zu sehen sein.
Dass ausgerechnet Gelb auf einem Schalke-Trikot auftaucht, hat in Teilen der Fanszene die Stirn runzeln lassen. Schließlich steht diese Farbe für den Erzrivalen aus Dortmund. Im Sky-Podcast „Schalker Markt“ wurde das Thema entsprechend kommentiert. „Jeder darf das anders sehen, jeder darf das auch scheiße finden, alles gut“, sagte Sky-Reporter Dirk große Schlarmann, der die Aufregung aber grundsätzlich für übertrieben hält. „Wenn jemand so viel Geld zahlt, dann muss er nicht sein Logo verändern.“
Schlarmann verwies zudem darauf, dass DHL ebenfalls ein gelbes Logo trägt und auch das Signal-Iduna-Logo in Dortmund blau gehalten ist, ohne dass dies je ein Problem darstellte. Zwischen den Zeilen liest man: Wenn ein gelber Ärmelsponsor auf Schalke zum Problem wird, dann läuft aktuell vieles sehr gut.
Blåkläder-Deal erweitert Schalkes finanziellen Handlungsspielraum
Abseits der Farbdebatte ist die wirtschaftliche Einordnung eindeutig. Laut Sport Bild zahlt Blåkläder rund 2,7 Millionen Euro pro Saison. Damit verdoppelt Schalke nahezu die bisherigen Einnahmen durch den Vorgänger Hegmanns Gruppe, deren Vertrag vorzeitig endet. Hegmanns bleibt dem Verein als Sponsor der Knappenschmiede erhalten, sodass auch diese Partnerschaft nicht verloren geht.

Vorstandsvorsitzender Matthias Tillmann betonte die inhaltliche Passung: „Workwear steht für Haltbarkeit, Sicherheit und Verlässlichkeit, genau diese Eigenschaften sind die Grundlage für die Projekte, die wir nun gemeinsam anpacken.“ Blåkläder-Deutschland-Geschäftsführer Jan Gundermann ergänzte: „Der Malocher-Gedanke und die Verbindung zur Arbeitswelt machen Schalke 04 für uns zu einem idealen Partner.“
Ob die Farbe des Logos gefällt oder nicht: Am finanziellen Mehrwert für den Bundesliga-Aufsteiger ändert das nichts. An den zähen Transferverhandlungen um die potenziellen Neuzugänge Eric Junior Dina Ebimbe und Igor Julio merkt man, dass Schalke jedes Geld gebrauchen kann.