Kann Schalke Dzeko halten? Muslic spricht über den Vertragspoker

Der FC Schalke will die Zukunft von Edin Dzeko möglichst zeitnah klären. Trainer Miron Muslic hat nun ein Update zum Stand der Vertragsgespräche gegeben.
Die Zukunft von Edin Dzeko beim FC Schalke 04 bleibt weiter offen. Nachdem der Vertrag des 40 Jahre alten Angreifers Ende Juni ausgelaufen ist, wollen die Königsblauen nun zeitnah Gespräche über eine mögliche Verlängerung aufnehmen. Beide Seiten streben nach dem Ende der Weltmeisterschaft offenbar eine schnelle Entscheidung an.
Zum Auftakt der Sommervorbereitung fehlte Dzeko noch auf dem Trainingsplatz. Der Routinier war mit Bosnien-Herzegowina bei der WM im Einsatz, schied im Sechzehntelfinale aus und musste im letzten Spiel verletzt ausgewechselt werden. Bereits vor dem Turnier hatten Verein und Spieler vereinbart, die Zukunft erst nach der WM zu besprechen.
Schalke-Trainer Miron Muslic bestätigte, dass der Kontakt zu den Nationalspielern während des Turniers nicht abgerissen sei. „Der Kontakt war mit allen Nationalspielern gut“, erklärte der Coach gegenüber der WAZ. Über Dzekos Situation sagte Muslic weiter: „Wir halten uns an die Absprache vor der WM und unseren Zeitplan. Jetzt lassen wir Edin erst einmal die Frustration verdauen. Wir sind in einem guten Austausch.“
Schalke hofft weiter auf Dzeko-Verbleib
Nach Informationen der WAZ wollen die Verantwortlichen die Vertragsgespräche nun zeitnah intensivieren. An der grundsätzlichen Haltung habe sich auf Schalke nichts geändert: Der Bundesliga-Aufsteiger möchte Dzeko gerne halten und ist dem Vernehmen nach bereit, finanziell an seine Grenzen zu gehen. Der BILD zufolge könnte der Bosnier künftig ein Jahresgehalt von rund 1,5 Millionen Euro beziehen und sich damit in einer ähnlichen Größenordnung wie Kapitän Kenan Karaman oder Torhüter Loris Karius bewegen.

Eine entscheidende Rolle dürfte allerdings die sportliche Perspektive spielen. Während Dzeko in der Rückrunde mit sechs Treffern in elf Zweitligaspielen großen Anteil am Aufstieg hatte, soll ihm für die Bundesliga kein Stammplatz zugesichert werden. Eine reine Jokerrolle soll den früheren Weltklasse-Stürmer jedoch bislang nicht überzeugen.
Trotz der offenen Personalie gibt es ein kleines Indiz dafür, dass Schalke weiterhin auf eine Einigung hofft: Dzekos bisherige Rückennummer 10 wurde bislang noch nicht neu vergeben. Ob der erfahrene Angreifer seine Karriere in Gelsenkirchen fortsetzt oder sich gegen eine Vertragsverlängerung entscheidet, dürfte sich zeitnah klären.