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Von Uchida bis Tanaka: Schalkes besondere Japan-Verbindung

Atsuto Uchida
Foto: IMAGO

Mit Satoshi Tanaka hat Schalke den fünften Japaner der Vereinsgeschichte verpflichtet. So eng ist die Verbindung zwischen Japan und Schalke.


Der FC Schalke 04 hat seinen ersten Bundesliga-Neuzugang verpflichtet. Der defensive Mittelfeldspieler Satoshi Tanaka kam von Fortuna Düsseldorf und wurde am Mittwoch offiziell vorgestellt. Kurz zuvor erklärte Sportvorstand Frank Baumann im kicker: „Wenn es um bezahlbare Spieler geht, kann durchaus ein Blick nach Japan lohnenswert sein.“ Tanaka ist deshalb kein Zufall, sondern Ausdruck einer Entwicklung, die vor 16 Jahren begann.

Den Grundstein legte Atsuto Uchida. Der Rechtsverteidiger kam 2010 von den Kashima Antlers nach Gelsenkirchen und blieb sieben Jahre. In 153 Pflichtspielen gewann er den DFB-Pokal, erreichte das Champions-League-Halbfinale und wurde weit über den Platz hinaus zum Fanliebling. Regelmäßig gingen Wäschekörbe voller Fanpost auf Schalke ein, aus Japan trafen sogar Heiratsanträge ein. Zahlreiche Fans aus Japan reisten extra wegen Uchida zum Training oder zu den Spielen nach Gelsenkirchen.

Der Verein reagierte auf diesen Japan-Boom mit einer japanischsprachigen Homepage und einem eigenen japanischen Twitter-Account der lange der drittmeistgefolgte europäische Vereinsaccount in Japan war. 2021 ernannte Schalke seinen früheren Publikumsliebling dann zum offiziellen Klubbotschafter.

Was wurde aus den Ex-Schalkern Itakura, Kozuki und Yoshida?

Uchida hatte 2021 Anteil an der Leihe seines Landsmanns Ko Itakura von Manchester City. Itakura sagte damals: „Ich bin sehr glücklich, ab sofort für Schalke 04 spielen zu dürfen. Nicht zuletzt durch Atsuto Uchida ist der Klub auch in Japan sehr bekannt, und ich würde mich freuen, wenn ich die Fans bald ähnlich begeistern kann wie damals Uchida.“ Der Innenverteidiger wurde mit 4 Toren in 32 Spielen zum Schlüsselspieler der Zweitliga-Meistersaison. Dass Schalke die Kaufoption später nicht zog, gehörte für viele Fans zu den schmerzhaftesten Entscheidungen jener Zeit. Itakura spielt aktuell bei Ajax Amsterdam.

Ko Itakura
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Dennoch schrieb nicht jeder Japaner eine Erfolgsgeschichte auf Schalke. Maya Yoshida kam im Sommer 2022 nach dem Wiederaufstieg als Itakura-Nachfolger. Der damalige Kapitän Japans kam mit der Empfehlung von 119 Länderspielen und galt in seinem Heimatland als Superstar. Yoshida tat sich allerdings besonders in der Hinrunde der Abstiegsaison 2022/23 schwer und wechselte ein Jahr später zu LA Galaxy, wo er noch heute spielt.

Auch von Soichiro Kozuki versprach man sich auf Schalke mehr. Das einstige Talent wechselte 2021 aus Japan zum 1. FC Düren, empfahl sich dort für die U23 der Schalker und traf kurze Zeit später bei einem Startelfeinsatz gegen RB Leipzig in der Veltins-Arena. Trotz vielversprechender Anlagen kam Kozuki lediglich auf elf Pflichtspieleinsätze für S04. In dieser Saison kämpfte er bei Viktoria Köln um einen Stammplatz.