Schalke-Transfersommer: Baumann macht Fans Hoffnung

Der FC Schalke 04 geht mit deutlich besseren Voraussetzungen in den Transfersommer als noch vor einem Jahr. Sportvorstand Frank Baumann macht den Fans Hoffnung auf mehr Handlungsspielraum bei Neuverpflichtungen.
Nach dem Bundesliga-Aufstieg läuft beim FC Schalke 04 die Planung für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Sportvorstand Frank Baumann und sein Team arbeiten intensiv am neuen Kader – und im Vergleich zum Vorjahr haben die Verantwortlichen dabei deutlich bessere Voraussetzungen.
Denn eines stellte Baumann nun gegenüber der WAZ klar: „Die finanzielle Situation hat sich verbessert. Wir können ganz anders agieren. Der große Verkaufsdruck wie im vergangenen Sommer ist nicht mehr da.“ Damit macht der Schalke-Boss den Fans Hoffnung auf einen deutlich entspannteren Transfersommer als noch vor einem Jahr.
Damals mussten die Königsblauen zunächst Millionen durch Verkäufe einnehmen, bevor überhaupt über Neuverpflichtungen nachgedacht werden konnte. Möglich wurde das unter anderem durch die Abgänge von Taylan Bulut und Derry Murkin sowie durch Bonuszahlungen rund um den Wechsel von Malick Thiaw nach Newcastle. Nun hat sich die Lage stabilisiert. Schalke könnte erstmals wieder Spieler verpflichten, ohne vorher zwingend Profis verkaufen zu müssen.
Mehr Abgänge als Zugänge bei Schalke erwartet
Trotzdem bleibt Sparsamkeit angesagt. Nach Informationen der WAZ soll der Verein erneut einen Transferüberschuss erzielen – diesmal in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Auch Einnahmen durch Weiterverkaufsbeteiligungen, etwa beim Transfer von Rodrigo Zalazar zu Sporting Lissabon, werden dabei einkalkuliert.

Baumann machte jedoch deutlich, dass Schalke künftig selbstbewusster auftreten kann. „Vergangene Saison mussten wir verkaufen. Diesmal werden wir, was Spielerforderungen und Angebote für unsere Spieler betrifft, auch mal Nein sagen können“, erklärte der Sportvorstand. Klar ist allerdings auch: Der Kader soll insgesamt verkleinert werden. Baumann rechnet deshalb mit zahlreichen Veränderungen. „Da wir einen sehr, sehr großen Kader aktuell zur Verfügung haben, gehe ich davon aus, dass wir mehr Abgänge als Zugänge haben werden“, sagte der 50-Jährige.
Bereits verabschiedet wurden Christopher Antwi-Adjei, Henning Matriciani und Paul Pöpperl. Darüber hinaus sollen mehrere Rückkehrer und Talente den Verein verlassen oder per Leihe Spielpraxis sammeln. Auch Spieler wie Tomas Kalas oder Anton Donkor besitzen offenbar keine Perspektive mehr auf Schalke.