Systemfrage irrelevant? Schalke-Keeper Karius klärt auf

Loris Karius geht als klare Nummer eins in die neue Saison beim FC Schalke 04. Die Grundordnung von Trainer Miron Muslić ist vor dem Comeback im Oberhaus noch offen. Doch der Torwart macht deutlich, worauf es für ihn wirklich ankommt.
Am Rande des Trainingslagers der Königsblauen im Stubaital hat sich Karius zur viel diskutierten Systemfrage geäußert. Ob Dreier-, Vierer- oder Fünferkette spielt für ihn nur eine Nebenrolle.
„Ich glaube, bei mir geht es eher darum, wie hoch oder tief die Kette steht, als ums System“, erklärte der Keeper gegenüber Sky. Für ihn zählt weniger die Zahl der Abwehrspieler als die Frage, wie viel Raum hinter der letzten Reihe entsteht.
Karius verweist auf Vorsaison
Das begründete Karius mit Erfahrungen aus der Aufstiegssaison: „Wenn wir in der letzten Saison hoch standen, hatte ich dahinter viel Raum, in dem ich öfter den Ball klären konnte. Diese Sachen schaue ich mir eher an und nicht, ob es eine Vierer- oder Fünferkette ist. Da kann ich nicht so viel beeinflussen im Spiel.“

Eine hoch stehende Abwehr bringt allerdings ein Risiko mit sich: Immer wieder kommt es zu direkten Duellen mit dem gegnerischen Angreifer. In diesen Momenten konnte Karius bereits in der Zweitliga-Saison überzeugen. „Letzte Saison bin ich oft als Sieger hervorgegangen. Das hat es ab und zu in sich, wenn du so hoch stehst und nicht alles verhindern kannst und der ein oder andere auf dich zuläuft. Mal schauen, wie wir es in der ersten Liga machen. Der Trainer macht sich sicher seine Gedanken.“
Bisher hat dieser aber noch nicht klar kommuniziert, welches System er bevorzugt oder ob er womöglich sogar eine gewisse Rotation, vielleicht abhängig vom Gegner oder dem eigenen Personal, das fit ist, in Erwägung zieht. Das wird die Zukunft zeigen. In jedem Fall hat er einen Torhüter, der genau hinschaut, der sich aber auch nicht zu sehr davon beeinflussen lässt, wie genau gespielt wird.