Darum bekommt Antwi-Adjei auf Schalke keinen Vertrag mehr

Das war es für Christopher Antwi-Adjei (32). Nach zwei Jahren auf Schalke verlässt der Flügelflitzer den Revierklub. Der Grund: Eine Vertragsklausel erlangt keine Wirksamkeit.
Insgesamt 35-mal stand Antwi-Adjei für Königsblau auf dem Platz. Zwei Treffer erzielte er, drei weitere bereitete er vor. In dieser Saison plagte sich der gebürtige Hagener jedoch wochenlang mit einer Muskelverletzung und später Problemen an der Achillessehne. Doch auch nach seiner Rückkehr beließ ihn Chef-Trainer Miron Muslic (43) auf der Bank. Erst an den letzten beiden Spieltagen durfte sich der Offensivakteur auf dem Platz zeigen.
Am 30. Juni 2026 schließt Antwi-Adjei das Kapitel Schalke 04. Sein Vertrag endet. „Ich glaube, meine größte Stärke ist es, dass ich die Abwehrreihe ein bisschen durchwirbeln kann“, charakterisierte er sich im Gespräch mit Ruhr24 selbst. „Ich bin ein Spieler, der sehr viel über Intensität und Sprints kommt. Viele Aktionen haben, dem Gegner es so schwer wie möglich zu machen“, erklärte er seine Spielweise.
Hartnäckige Verletzungen
Für welchen Verein er in der kommenden Spielzeit auflaufen wird, steht bislang nicht fest. Dass der 32-Jährige Schalke nicht in die Erstklassigkeit begleitet, liegt auch an seiner Bilanz. Eine automatische Verlängerung seines Kontraktes wäre nach dem Aufstieg nur dann in Kraft getreten, wenn er 20 Pflichtspiele absolvierte hätte, weiß Ruhr24 zu berichten. Bei einer Einsatzzeit von weniger als 45 Minuten wurden Spiele nur zur Hälfte angerechnet.
Da Antwi-Adjei insgesamt nur 15-mal auf dem Platz stand, erfüllte er die Bedingung nicht – und zwar deutlich. Zumal auch fünf Kurzeinsätze in die Statistik einfließen. „Ich habe anfangs darauf spekuliert, dass die Klausel zieht. Aber durch die Verletzungen, die etwas hartnäckiger waren, war mir schnell klar, dass ich es durch die Spiele nicht mehr erreichen kann“, teilte er nach dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (1:0) mit.

Ob Hagen, Herne, Paderborn, Bochum oder Gelsenkirchen, Antwi-Adjei übte seinen Beruf stets im Westen des Landes aus. Doch das müsse nicht so bleiben. „Es muss jetzt nicht unbedingt NRW sein“, kündigt er an. Trotz seine Vereinslosigkeit sei er „entspannt“ und „weit davon entfernt, in ein Loch zu fallen“. Eines ist aber sicher, betont der Deutsch-Ghanaer: „Solange ich spielen möchte, spiele ich weiter.“