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Presseschau 1. FC Nürnberg vs. Schalke 04: „Von Wettkampfmodus bei S04 nichts zu sehen“

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Photo by Micha Will/Bongarts/Getty Images

Nach dem errungenen – und gefeierten – Meistertitel samt Aufstieg fehlen Schalke 04 einige Prozent an Konzentration und Leidenschaft, um nicht 0:3 beim 1. FC Nürnberg zu verlieren. So sah die Presse die Partie, die für S04 angesichts der Vorzeichen keinen größeren Erinnerungswert haben dürfte.


Der „spielfreudige Club dominiert den Zweitliga-Meister“ heißt es bei den Nürnberger Nachrichten. Schalke habe aber auch „etwas schlapp“ gewirkt, der FCN hingegen topfit und motiviert. Zunächst passierte allerdings nur wenig. Nach der Führung für Nürnberg habe dieser zahlreiche weitere Chancen gehabt, denn „praktisch jeder Konter wurde gefährlich“. S04 habe man den Druckverlust angemerkt, ließ den „extrem spielfreudigen“ Clubberern viel zu viel Platz. Auch nach der klaren Niederlage herrschte aber harmonische Stimmung im Max-Morlock-Stadion, in dem die Fans – 20.000 Schalker waren dort – gemeinsam „Schalke und der FCN“ sangen.

„Chancenlos“ sei Schalke gewesen, wohl wegen seiner ausgedehnten Aufstiegsparty, konstatiert die FAZ. So war die erste Niederlage in der Liga seit dem 31. Januar „hochverdient“ gewesen. Von dem „Wettkampfmodus“, den Trainer Muslic vor der Partie versprochen hatte, sei wenig zu sehen gewesen. „Nürnberg war von Beginn an das bessere Team, neben den regulären Toren wurden zwei vermeintliche Treffer aberkannt“ und „Nürnberg vergab darüber hinaus weitere Topchancen.“

Mannschaftsfoto nach der Bierdusche bei der Pressekonferenz - Jubel um Trainer Miron Muslic Schalke
Foto: IMAGO

Aufstiegsfeier hinterlässt Spuren im Schalker Kader

„Untergegangen“ sei der FC Schalke 04 in Nürnberg, meint die WAZ. Zwar gab es nur drei Änderungen in der Startelf. Vor allem in der ersten Halbzeit habe man Königsblau die fehlende Spannung aber angemerkt. „Die Schritte fielen sichtbar schwerer als in den vergangenen Monaten, der Offensive gelang wenig.“ Schalke war „wehrlos“. Zudem leistete sich Kevin Müller einen bösen Stellungsfehler, sodass es mit 0:2 in die Pause ging. Im zweiten Abschnitt spielte S04 dann gelegentlich mit, und doch wundere auch das dritte Tor des 1. FC Nürnberg nicht. Für die 20.000 Schalker vor Ort kein Grund für Gram. „Nie mehr zweite Liga“ wurde immer wieder angestimmt.

Viel los sei in der zweiten Halbzeit gewesen, in der es kaum Pausen gegeben habe, weiß der kicker. Zuvor sei nach Schallenbergs Eigentor zum 0:1 allerdings erstmal wenig passiert. Schalke sei „ideenlos“ aufgetreten, der Club war hingegen über weite Phasen hinweg gefährlich, auch weil ein hoch stehendes Schalke zu vielen Kontern einlud. Folge: Nürnberg siegt klar im „Freundschaftsduell“.