Trotz peinlicher Schalke-Pleite: Hoogland zieht positives Fazit

Nach der überraschenden Testspiel-Niederlage des FC Schalke 04 in Schweinfurt richtet sich der Blick auf die positiven Aspekte. Co-Trainer Tim Hoogland sieht trotz des 0:2 wertvolle Erkenntnisse und einen wichtigen Lerneffekt.
Die 0:2-Niederlage des FC Schalke 04 beim Drittligisten 1. FC Schweinfurt 05 wirkt auf den ersten Blick wie ein Rückschlag – intern wurde das Testspiel jedoch deutlich differenzierter bewertet. Vor allem Co-Trainer Tim Hoogland konnte der Partie trotz des Ergebnisses einige positive Aspekte abgewinnen.
Während Cheftrainer Miron Muslic die Begegnung aus seinem Heimaturlaub in Österreich verfolgte, stand Hoogland gemeinsam mit Eddie Lattimore an der Seitenlinie. Auf dem Platz präsentierte sich eine stark veränderte Schalker Mannschaft. Viele junge Talente bekamen die Chance, sich zu zeigen, gleichzeitig sammelten Rückkehrer nach Verletzungen wichtige Spielpraxis.
Hoogland hatte vor der Partie klare Schwerpunkte gesetzt – und sah diese erfüllt: „Spieler, die zuletzt ausgefallen sind, mit Praxis wieder an den Kader heranzuführen. Dazu den Jungs, die in den vergangenen Wochen weniger gespielt haben, mehr Einsatzzeit zu geben und zu guter Letzt Talente aus der Knappenschmiede einzubinden. Das hat heute gut geklappt, deshalb ist das Ergebnis zweitrangig.“
Schalke-Talent Zaid Tchibara sorgt für Gefahr
Auch die defensiven Schwächen wollte der ehemalige Profi nicht überbewerten, sondern als Entwicklungsschritt verstanden wissen: „Wir spielen ein gutes Pressing, kriegen dann aber die Staffelung nicht richtig hin und kassieren das 0:1 und kurz darauf das 0:2.“

Ein Gewinner im Schalker Spiel war dennoch auszumachen: Offensivspieler Zaid Tchibara sorgte immer wieder für Gefahr, ließ jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. Eine Szene blieb besonders hängen, als er gleich zweimal knapp scheiterte – für ihn selbst ein „wilder Moment“.
Unter dem Strich machte das Testspiel jedoch auch deutlich, dass sich kaum ein Spieler aus der zweiten Reihe nachhaltig für höhere Aufgaben empfehlen konnte. Dazu zählten unter anderem Max Grüger, Janik Bachmann und Christian Gomis. Mit Blick auf die anstehenden Pflichtspiele dürfte die Startelf daher weitgehend unverändert bleiben.
Dennoch: Für das Trainerteam liefert die Partie wichtige Hinweise – vor allem im Hinblick auf den Fitnesszustand der Rückkehrer und das Potenzial der Nachwuchsspieler. Die Niederlage verliert dadurch an Gewicht, auch wenn sie auf dem Papier deutlich ausfällt.