Karius soll verlängern: Neuer Schalke-Spitzenverdiener?

Nach dem Bundesliga-Aufstieg laufen beim FC Schalke 04 die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Dabei könnte Torwart Loris Karius schon bald zu den Topverdienern der Königsblauen gehören.
Der FC Schalke 04 möchte offenbar langfristig mit Loris Karius planen. Nach Informationen des kicker stehen die Zeichen auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung des Torhüters, dessen aktuelles Arbeitspapier noch bis 2027 läuft. Im Falle einer Einigung könnte der 32-Jährige künftig auch finanziell zu den bestbezahlten Spielern der Königsblauen gehören.
Intern gilt Karius längst als wichtiger Faktor für den jüngsten Erfolg der Gelsenkirchener. Mit lediglich 31 Gegentreffern stellte Schalke in der vergangenen Zweitliga-Saison die stabilste Defensive der Liga, zudem blieb der Keeper in 13 Spielen ohne Gegentor. Sportvorstand Frank Baumann machte zuletzt keinen Hehl daraus, dass die Königsblauen den ehemaligen Liverpool-Profi gerne langfristig binden würden. „Von unserer Seite spricht nichts dagegen, dass Loris langfristig die Nummer 1 bleibt“, erklärte Baumann bei einem Mediengespräch.
Deshalb habe der Klub frühzeitig das Gespräch gesucht und dem Torwart bereits ein neues Angebot vorgelegt. Dabei mussten die Verantwortlichen offenbar an ihre finanziellen Grenzen gehen. Man habe sich „sehr, sehr gestreckt“, sagte Baumann weiter. Dennoch sei man optimistisch, eine Lösung zu finden. Druck bestehe aus Schalker Sicht allerdings nicht, da Karius auch in der kommenden Saison noch unter Vertrag steht.
Karius vor großem Gehaltssprung bei Schalke
Wie der kicker berichtet, könnte das neue Gehalt des Schlussmanns künftig im Bereich von rund einer Million Euro jährlich liegen. Damit würde Karius in der vereinsinternen Hierarchie zu den Topverdienern aufschließen. Aktuell soll Kapitän Kenan Karaman zu den Spielern mit dem höchsten Salär zählen.

Gleichzeitig scheint Schalke auch grundsätzlich an einer neuen Lohnstruktur zu arbeiten. Statt vieler Verträge auf ähnlichem Niveau soll es künftig wieder deutlicher abgestufte Gehälter geben – mit einigen Leistungsträgern an der Spitze. Dass Schalke heute deutlich vorsichtiger wirtschaftet als noch vor einigen Jahren, zeigt der Blick auf frühere Vertragsmodelle.
Teure Millionendeals und üppige Bonuszahlungen, wie sie vor dem Bundesliga-Abstieg noch gang und gäbe waren, gehören bei den Königsblauen inzwischen der Vergangenheit an. So soll Abwehrspieler Matija Nastasic laut kicker einst eine vertraglich festgelegte Sonderprämie von 30.000 Euro pro Punkt kassiert haben – Summen, die auf Schalke heute nicht mehr vorstellbar sind.