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Schalke-Zoff eskaliert: Schiedsrichter Braun massiv angefeindet

Dr. Robin Braun
Foto: IMAGO

Der FC Schalke haderte nach dem Spiel gegen Hannover 96 mit mehreren Entscheidungen. Schiedsrichter Robin Braun geriet danach massiv in die Kritik und wurde im Netz angefeindet.


Die sportliche Diskussion rund um das Zweitligaspiel zwischen Schalke 04 und Hannover 96 ist längst zu einer persönlichen geworden. Schiedsrichter Robin Braun sieht sich nach der Partie massiver Kritik und Anfeindungen ausgesetzt – vor allem in den sozialen Medien.

Auslöser der Debatte ist die Rote Karte gegen Edin Dzeko beim 2:2 in der Veltins-Arena. Eine Entscheidung, die auch Tage später für Gesprächsstoff sorgt. Braun bleibt jedoch bei seiner Bewertung der Szene. „Natürlich ist mir bewusst, dass es keine Absicht war“, erklärte der 30-Jährige laut WAZ bei einer Veranstaltung des Verbands Westdeutscher Sportjournalisten. Ausschlaggebend sei für ihn gewesen, dass eine klare Verletzungsgefahr vorlag.

Neben dem Platz bekam der Unparteiische die Wucht der Reaktionen deutlich zu spüren. Zahlreiche beleidigende Nachrichten richteten sich in den vergangenen Tagen gegen ihn. „Es ist leider nicht das erste Mal“, sagte Braun. Für Emotionen im Fußball habe er Verständnis – „aber manche Grenzen werden schon überschritten.“

Nachspielzeit sorgt für Wirbel: Schalke hadert mit spätem Ausgleich

Auch eine weitere strittige Szene beschäftigte viele Fans: die verlängerte Nachspielzeit, in der Schalke noch den späten Ausgleich hinnehmen musste. Braun verwies dabei auf eindeutige Vorgaben. „Dann – da gab es vor der Saison eine klare Anweisung – muss man die Nachspielzeit verlängern“, erklärte er und machte deutlich, dass die zusätzliche Spielzeit durch Unterbrechungen begründet war.

Dr. Robin Braun
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Die intensiven Diskussionen wirken sich auch auf den Alltag des Schiedsrichters aus. Gerade nach emotionalen Spielen falle es ihm schwer, abzuschalten. „Das Adrenalin ist hoch“, beschreibt Braun die Situation. Entsprechend seien unruhige Nächte keine Ausnahme.

Trotz der Kritik zeigt sich der junge Bundesliga-Schiedsrichter gefasst und stellt sich öffentlich den Fragen. Seinen Humor hat er dabei nicht verloren. Auf die Frage nach Autogrammkarten antwortete er mit einem Augenzwinkern: „Ja, aber die sind nach dem letzten Wochenende aus“.