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Schalke wütet nach Dzeko-Rot: Mulder kündigt Protest an

Edin Dzeko und Dr. Robin Braun
Foto: IMAGO

Die Rote Karte gegen Edin Dzeko beim 2:2 gegen Hannover 96 sorgt beim FC Schalke 04 für großen Ärger. Sportdirektor Youri Mulder hält die Entscheidung für falsch – und kündigt bei einer längeren Sperre sogar Protest an.


Beim FC Schalke 04 herrschte nach dem 2:2 gegen Hannover 96 große Frustration – nicht nur wegen des späten Ausgleichs, sondern vor allem wegen der Roten Karte gegen Edin Dzeko. Die Entscheidung von Schiedsrichter Robin Braun sorgt bei den Königsblauen weiterhin für Unverständnis. Sportdirektor Youri Mulder stellte sogar einen möglichen Protest gegen eine längere Sperre des Stürmers in Aussicht.

Die spielentscheidende Szene ereignete sich kurz nach der Pause. Dzeko ging in der 52. Minute mit hohem Bein zum Ball, traf dabei aber seinen Gegenspieler Husseyn Chakroun im Bauchbereich. Braun entschied sofort auf Platzverweis. Für den Schalker Angreifer, der zuvor die Führung erzielt hatte, war das Spiel damit vorzeitig beendet.

Der Schiedsrichter verteidigte seine Entscheidung anschließend. „Auf dem Feld sehe ich, dass Dzeko versucht, zum Ball zu gehen, ihn aber klar verfehlt und mit einem hohen Risiko in die Situation geht, mit einer offenen Sohle“, erklärte Braun. Der Treffer habe für ihn eine klare Gefährdung dargestellt, weshalb er auf Rot entschied.

Schalke kritisiert Rote Karte gegen Dzeko scharf

Bei den Schalkern stieß diese Bewertung auf deutlichen Widerspruch. Mulder zeigte sich nach dem Spiel besonders verärgert. „Das war keine Rote Karte. Vertretbar? Nein“, stellte der frühere Nationalspieler klar. Aus seiner Sicht habe der Stürmer seinen Gegenspieler lediglich leicht berührt. „Edin berührt ihn mit der Zehenspitze!“

Miron Muslic
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Für Mulder steht fest, dass der Platzverweis überzogen war. „Jeder, der mal Fußball gespielt hat weiß, dass das keine Rote Karte ist“, erklärte der Sportdirektor. Sollte Dzeko über das kommende Spiel hinaus gesperrt werden, erwägt Schalke deshalb einen offiziellen Einspruch.

Der Platzverweis hatte auch sportliche Folgen. Trainer Miron Muslic musste nach der Szene umstellen und sein Team defensiver ausrichten. Schalke verlor zunehmend die Kontrolle über das Spiel – und kassierte in der Schlussphase noch zwei Treffer, die den sicher geglaubten Heimsieg kosteten. Neben dem verpassten Dreier droht den Königsblauen nun auch ein längerer Ausfall ihres Torjägers. Laut Regelwerk ist bei „rohem Spiel“ eine Sperre von mindestens zwei Partien möglich. Genau dagegen will sich Schalke notfalls zur Wehr setzen.