Zu viele Schalke-Gegentore: So will Muslic die Fehler abstellen

Der FC Schalke kämpft trotz Offensivspektakel weiter mit Problemen in der Defensive. Trainer Miron Muslic erklärt, warum er dennoch am System festhält und wo er ansetzen will.
Der Offensivdrang passt, die Ergebnisse zuletzt auch – doch beim FC Schalke 04 bleibt ein Thema hartnäckig: die Defensive. Beim spektakulären 5:3 gegen den 1. FC Magdeburg offenbarte Königsblau erneut Schwächen im eigenen Strafraum. Trainer Miron Muslic hat deshalb klare Vorstellungen, wie die Wackler abgestellt werden sollen.
Schon unmittelbar nach dem Abpfiff wurde der Coach deutlich. Die Balance müsse zurückkehren, forderte er. In den vergangenen Wochen kassierte Schalke deutlich mehr Gegentore als zu Saisonbeginn – eine Entwicklung, die intern intensiv aufgearbeitet wurde. Die drei Magdeburg-Treffer hätten „schon an der Stimmung genagt“, räumte Muslic ein.
Eine erneute taktische Kehrtwende wird es jedoch nicht geben. Schalke bleibt auch bei der Partie am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth (20:30 Uhr) beim 4-2-3-1. „Wir haben uns bewusst für ein System entschieden, damit wir die offensiven Abläufe so hinbekommen wie wir uns das vorstellen“, erklärte Muslic. Die offensive Wucht – unter anderem mit Kapitän Kenan Karaman und Neuzugang Edin Dzeko – soll keinesfalls eingebremst werden.
Dass das aktuelle Spielkonzept Risiken birgt, weiß der Trainer. „Wir wussten, dass das zu einem kleinen Nachteil werden kann“, sagte er mit Blick auf die Umstellung von Fünfer- auf Viererkette. Entscheidend sei nun, den richtigen Spagat zu finden: mutig nach vorne verteidigen, ohne hinten die Kontrolle zu verlieren.
Schalke sucht Stabilität: Muslic erklärt den Defensiv-Plan
In der detaillierten Videoanalyse machte Muslic deutlich, dass er die Ursachen weniger im System als im individuellen Verhalten sieht. „Sie waren kein strukturelles Problem, sondern eher individualtaktisch“, betonte er mit Blick auf die Gegentore. Besonders ärgerlich: Trotz personeller Überzahl im eigenen Strafraum fehlte es an Konsequenz.

„Diese Dinge müssen wir im Kollektiv und individuell im 1-gegen-1 besser verteidigen“, forderte der 43-Jährige. Für ihn sind die Fehler korrigierbar – gerade weil sie nicht auf grundsätzliche Abstimmungsprobleme zurückzuführen seien. Das stimme ihn optimistisch, dass die Mannschaft schnell stabiler auftreten könne.
Für Muslic ist klar: Gelingt es, die individuellen Fehler abzustellen und die defensive Konsequenz mit der offensiven Durchschlagskraft zu verbinden, „sind wir richtig, richtig gut.“ Genau daran arbeitet Schalke – damit aus Spektakel wieder Stabilität wird.