Keine Panik auf Schalke: Wie Baumann die Krise meistern will

Der FC Schalke 04 steckt in einer Ergebniskrise, steht aber weiterhin auf Rang zwei. Sportvorstand Frank Baumann setzt auf kühlen Kopf und glaubt an den schnellen Turnaround.
Fünf Spiele ohne Sieg, nur drei Punkte aus den vergangenen fünf Partien – und dennoch Rang zwei in der Tabelle: Beim FC Schalke 04 ist die Lage derzeit widersprüchlich. Sportvorstand Frank Baumann bleibt trotz der jüngsten Ergebniskrise demonstrativ ruhig – und setzt auf einen klaren Plan.
Im Podcast 360 Grad – Fußball von allen Seiten machte Baumann deutlich, dass für ihn jetzt keine Zeit für Alarmismus ist. „Ich bin jemand, der die Sachen nüchtern bewertet und analysiert. Ich bin ein sehr großer Freund davon, antizyklisch zu agieren“, sagte der 50-Jährige. Während in erfolgreichen Phasen intern kritisch gearbeitet werde, gelte es in schwierigeren Momenten, die positiven Aspekte zu betonen.
Tatsächlich sieht Baumann Fortschritte – allerdings nicht in allen Bereichen. „Wir sind in den Abläufen offensiv besser geworden, was uns immer vorgeworfen wurde. Wir haben die defensive Stabilität verloren. Die Balance hinzubekommen ist wichtig“, erklärte er. Gerade die gestiegene Zahl an Gegentoren nach der Winterpause habe mit dazu beigetragen, dass Schalke zuletzt nicht mehr konstant gepunktet habe.
Baumann glaubt fest an den Turnaround auf Schalke
Trotzdem ist der Sportchef überzeugt, dass die Mannschaft schnell in die Spur zurückfindet. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir schnell den Turnaround schaffen werden“, betonte Baumann. Entscheidend sei ohnehin nicht, zu diesem Zeitpunkt der Saison in Bestform zu sein. Mit Blick auf das Aufstiegsrennen stellte er klar: „Wichtig ist nicht, dass man im Winter in einer Top-Phase ist. Die Crunchtime kommt noch.“
Dass Schalke nach 21 Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz steht, ordnet Baumann ebenfalls ein. „Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir nach dem 21. Spieltag auf dem zweiten Platz stehen und uns eine Krise zugesprochen wird, dann hätte das jeder auf Schalke gerne akzeptiert“, sagte er und verwies darauf, dass Schwächephasen in der ausgeglichenen 2. Bundesliga dazugehören.
Für Baumann ist die aktuelle Situation kein Grund zur Panik, sondern eine Phase, die es professionell zu moderieren gilt. Die Marschroute ist klar: defensiv wieder stabiler werden, die offensive Entwicklung fortsetzen – und mit kühlem Kopf in die entscheidende Saisonphase gehen.