Medien: Die Schalke-Krise hat vor allem diese drei Gründe

Mittlerweile sind es schon fünf Spiele in Folge, die der FC Schalke 04 nicht für sich entschied. Immer noch steht man zwar auf einem direkten Aufstiegsplatz. Dennoch müssen demnächst wieder Dreier her, will man weiterhin am Aufstiegsrennen teilnehmen. Eine Zeitung aus dem Revier sieht drei große Gründe für die aktuelle Krise – und macht gleichzeitig Hoffnung auf Besserung.
S04-Experte Andreas Ernst leitet seine Analyse in der WAZ mit den Worten ein, dass niemand überrascht sein könne, dass der FC Schalke 04 die Tabellenführung am Wochenende abgeben musste.
Zweieinhalb Monate lang hatte man von ganz oben gegrüßt, nun aber schon seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen. Dass die Ablösung nicht früher erfolgte, habe einzig an den Patzern der Konkurrenz gelegen. Diesmal aber nutzte Darmstadt 98 mit seinem 4:0 über den 1. FC Kaiserslautern die Gunst der Stunde.
Was läuft schief beim FC Schalke? Schließlich fehlen nicht nur die Siege. Auch das „letzte richtig gute Spiel“ sei schon länger her. Seit dem 2:1 über den SC Paderborn habe S04 nicht mehr überzeugt.

Defensive von Schalke 04 ungewohnt anfällig
Drei gewichtige Gründe fallen Ernst ein, die die gegenwärtige Flaute nach sich ziehen. Da sei zunächst die verlorene Stabilität der Defensive. In den ersten sechzehn Spielen kassierte Schalke 04 lediglich acht Gegentreffer. In den letzten lediglich fünf Spielen waren es genauso viele. Beim 2:2 gegen Dynamo Dresden leistete man sich sowohl das erste Eigentor (Kurucay) als auch den ersten Fehler von Loris Karius, der zuvor in 20 Partien fehlerlos gewesen sei.
Zweitens begehe nun auch Trainer Miron Muslic Fehler, wovon er in der Hinrunde nahezu komplett verschont geblieben war, meint Ernst. Beim 0:2 gegen den VfL Bochum sei das Experiment mit einer Viererkette schief gegangen. Diesmal wechselte er die beiden bis dahin starken Edin Džeko und Moussa Ndiaye aus – danach kippte das Spiel. Eine Einschätzung, die auch von anderen Medien zum Spiel Schalke vs. Dresden publiziert wurde. In der nahen Zukunft werde sich zeigen, ob Muslic ein guter oder ein sehr guter Trainer ist.
Drittens: Gleich mehrere Leistungsträger, die großen Anteil am Hoch in der Hinrunde hatten, suchten derzeit ihre Form. Timo Becker stand zuletzt „neben sich“, Gomis habe erneut nicht positiv auf sich aufmerksam machen können und auch Moussa Sylla verweilt weiterhin in der Formkrise. Dazu fehle Soufiane El-Faouzi jene Gala-Form, die in den Monaten zuvor oft ein entscheidender Faktor gewesen sei.
Hoffnung auf Besserung machen allerdings gemäß WAZ zwei Aspekte. So sind die kommenden Gegner mit Kiel, Magdeburg, Fürth und Bielefeld allesamt derzeit keine Spitzenteams der 2. Bundesliga, haben ihre Probleme, zu Erfolgen zu kommen. Außerdem hätten die Neuzugänge alle schon demonstriert, dass sie Verstärkungen sind, obwohl sie noch nicht mit ihren neuen Kollegen eingespielt sein können.