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Presseschau Schalke 04 vs. Dynamo Dresden: „Džeko-Festspiele reichen nicht zum Sieg“

Miron Muslic und Edin Dzeko
Foto: IMAGO

Trotz Doppelpack und damit verbundener neuer Rekorde von Edin Džeko gelingt dem FC Schalke 04 auch im Heimspiel gegen Dynamo Dresden kein Sieg. Die Gäste gleichen spät zum 2:2 aus, S04 verliert die Tabellenführung. So sah die Presse die Partie in der Veltins-Arena.


Erst habe sich Schalke wie in den Partien zuvor durchs Spiel „gequält“, dann begannen die „Dzeko-Festspiele“, schreibt die Sportschau. Doch selbst das reichte gegen ein „selbstbewusstes“ Dresden in einer „packenden Partie“ nicht, um die Sieglos-Serie von S04 zu beenden. Dabei hatte Schalke mit Džeko erstmals in der Startelf von Beginn an versucht, das Heft in die Hand zu nehmen. Muslic‘ Team zeigte aber zunächst „keine aufsteigende Leistungskurve im Vergleich zu den vergangenen Spielen. Vor allem vor dem gegnerischen Tor fehlte es.“ Mit viel mehr Energie kam man aus der Pause und wurde dafür belohnt. „Doch die Gäste taten den Schalkern nicht den Gefallen, sich in ihr Schicksal zu fügen.“

Auch die FAZ fand den ersten Durchgang „ereignisarm“. Erst mit der Hereinnahme von Neuzugang Adil Aouchiche änderte sich das. Nach zwei Toren von Džeko träumten die Schalke-Fans vom ersten Sieg im neuen Jahr. Weil Schalke danach aber noch patzte, endete dieser Traum jäh, woran auch elf Minuten Nachspielzeit nichts änderten.

Adil Aouchiche
Foto: IMAGO

Aouchiche „ab der ersten Sekunde ein belebendes Element“

Nicht ausgeglichen sah hingegen die Süddeutsche Zeitung die erste Hälfte. Da habe Dynamo dem Spiel „ziemlich deutlich seinen Stempel aufgedrückt. Das änderte sich in Halbzeit zwei. Schalke kam mit erheblich mehr Druck und neuem System aus der Kabine.“ Erst habe Džeko Dynamo alt aussehen lassen, dann zeigten die Gäste „Comeback-Qualitäten“.

In der WAZ klingt das so: Erst sei Schalkes Offensivspiel „zäh“ mit „vielen, vielen Rückpässen“ gewesen. Ab der Pause aber brachte Adil Aouhiche „dem Schalker Spiel ab der ersten Sekunde ein belebendes Element.“ Nach dem 1:0 habe S04 die Partie gar „nach Belieben“ beherrscht und das 2:0 folgerichtig nachgelegt. „Wie aus dem Nichts“ kamen die Dresdner durch Kurucays Eigentor zum Anschluss, anschließend trafen sie nach Eckball selbst. „Ein Eigentor, eine Standardsituation: Das reichte, um die beste Deckung der Zweiten Liga zu bezwingen.“

Die Welt hebt auf einen anderen entscheidenden Wechsel im Spiel ab: „Schalke nimmt den überragenden Džeko vom Feld und bricht auseinander“. Denn als dieser den Platz verlassen hatte, „schien seiner Mannschaft (…) regelrecht der Stecker gezogen. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ Schalke die Dresdner zurück ins Spiel und auf die Anzeigetafel.“