Clemens Tönnies reagiert auf die Fanplakate: „Kann die Ultras nicht verstehen“

Die verspielte 2:0-Führung gegen Dynamo Dresden (2:2) und die auf fünf Partien angewachsene Sieglosserie sorgten am Wochenende eigentlich schon für genügend Unruhe rund um den FC Schalke 04. Thema waren indes auch Plakate in der Nordkurve gegen den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies, dessen Wahl ins Ehrenpräsidium im Raum steht. Tönnies selbst reagierte in der WAZ mit wenig Verständnis auf die teilweise beleidigenden Spruchbänder.
„Wer sind die Ultras? Eine kleine und laute Gruppe in diesem großartigen Verein. Ehrlich gesagt habe ich mich in meiner aktiven Zeit kein einziges Mal über die vielen Anwürfe und Beleidigungen der Ultras gegen mich geärgert. Das Schalker Leitbild scheint ja nicht für sie zu gelten!“, äußerte sich Tönnies zunächst allgemein über die verantwortliche Fangruppierung und betonte dann auch, dass es für die Proteste gar keinen Grund gab.
Tönnies rückt das Aufstiegsrennen in den Vordergrund
„Ich kann nicht verstehen, warum die Ultras jetzt so für Unruhe sorgen. Völlig unnötig, weil ich mir noch nicht einmal konkret Gedanken zur Anfrage des Ehrenpräsidiums gemacht habe“, erklärte Tönnies, dass in seinen Überlegungen die für den 18. Juli samt Ehrenpräsidiumswahl angesetzte Mitgliederversammlung noch keine Rolle spielt. Vielmehr appellierte der 69 Jahre alte Unternehmer, der Schalke auch nach seinem Abschied aus offizieller Funktion als Sponsor unterstützt, daran nun an einem Strang zu ziehen: „Es zählt gerade allein der Kampf um den Aufstieg. Da sollten jetzt alle Schalker zusammenhalten.“
Dazu, wann sich Tönnies bezüglich der Mitgliederversammlung und einer eventuellen Kandidatur für das Ehrenpräsidium Gedanken machen will, ist bislang nichts bekannt.