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„Ein perfekter Deal“: Schalke holt sich die Arena-Mehrheit zurück

Veltins Arena
Foto: IMAGO

Nach dem Einstieg der Fördergenossenschaft in die Stadiongesellschaft stärkt Schalke 04 seine finanzielle Basis. Gleichzeitig sichern sich die Königsblauen wieder die Stimmenmehrheit an der Veltins-Arena.


Der FC Schalke 04 hat einen wichtigen finanzstrategischen Schritt vollzogen. Die Fördergenossenschaft Auf Schalke eG ist mit rund 7,5 Millionen Euro bei der Stadiongesellschaft der Veltins-Arena eingestiegen. Der Verkauf von Teilkommanditanteilen stärkt nicht nur die Liquidität des Vereins, sondern verschiebt auch die Machtverhältnisse rund um das Stadion wieder zugunsten der Königsblauen.

Konkret überträgt der eingetragene Verein Anteile mit einem Nominalwert von 2,16 Millionen Euro an die Genossenschaft. Das entspricht 5,4 Prozent der Stadiongesellschaft, deren Gesamtkapital bei 40 Millionen Euro liegt. Der Kaufpreis basiert auf einem aktuellen Bewertungsgutachten und fließt – nach Abzug von Steuern – direkt in die Entschuldung des Clubs.

Mit einem Teil des Erlöses nutzt Schalke ein bereits 2009 vereinbartes Rückkaufsrecht und erwirbt Anteile von den Stadtwerke Gelsenkirchen zurück. Dadurch hält der Verein nun wieder mehr als 50 Prozent an der Stadiongesellschaft und sichert sich die Stimmenmehrheit für zentrale Entscheidungen.

Veltins-Arena bleibt fest in Schalker Hand

Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers sieht darin einen klaren Fortschritt: „Wir können dank der Transaktion weiter Verbindlichkeiten abbauen und gewinnen so Stück für Stück neue Handlungsfreiheit in unseren Entscheidungen“, erklärte sie im Mitgliederbrief. Gleichzeitig helfe der Deal dabei, die Eigenkapitalvorgaben der Deutsche Fußball Liga zu erfüllen.

Auch aus Sicht der Genossenschaft ist der Einstieg ein Meilenstein. Vorstandsmitglied Matthias Tillmann betont die Symbolkraft der Investition: „Die Anteile an der Veltins-Arena bleiben in Schalker Hand und der Verein stärkt gleichzeitig seine finanzielle Grundlage – ein perfekter Deal.“

Die Auf Schalke eG zählt mittlerweile mehr als 8.000 Mitglieder, die insgesamt rund 8,5 Millionen Euro in die Genossenschaft eingebracht haben. Sportlich wirkt sich der Schritt zumindest indirekt aus. Durch die verbesserte Eigenkapitalsituation kommt der Verein den Lizenzauflagen näher und verschafft sich zusätzlichen Spielraum für die kommenden Jahre.