VAR-Pech und Frust: Schalkes letztes Buli-Spiel beim FC Köln

Schalke gastiert am Samstag beim 1. FC Köln. Vor dem Duell im Abstiegskampf lohnt sich ein Blick zurück auf Schalkes letztes Spiel beim FC.
Am Samstag um 15:30 Uhr ist der FC Schalke 04 beim 1. FC Köln gefordert. Für die Königsblauen steht im Kampf um den Klassenerhalt viel auf dem Spiel. Nach sechs Spieltagen belegt S04 mit fünf Punkten und nur vier eigenen Toren Rang 15. Ein Sieg könnte Schalke an den Kölnern vorbeibringen. Bei einer Niederlage droht dagegen der Absturz auf einen Abstiegsplatz.
Der FC steht mit sieben Punkten auf Rang zwölf. Zwei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen stehen bislang zu Buche. Während die Kölner bereits zehn Tore erzielt haben, mussten sie 16 Gegentreffer hinnehmen.
Das direkte Duell verspricht deshalb Spannung. Ein Blick auf das letzte Bundesliga-Gastspiel der Königsblauen in Müngersdorf zeigt, wie turbulent es dort werden kann.
Das letzte Bundesliga-Duell in Köln fand am ersten Spieltag der Saison 2022/23 statt. Und die Mannschaft von Ex-Trainer Frank Kramer startete mutig und setzte die Gastgeber früh unter Druck.
Aberkanntes Tor und Rot: Schalke erlebte bitteren Auftakt
In der zehnten Minute schien Rodrigo Zalazar die Königsblauen mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung zu bringen. Doch der Treffer wurde nach VAR-Eingriff wegen einer Abseitsstellung von Maya Yoshida aberkannt. Dieser soll im Sichtfeld des Kölner Keepers gestanden haben und somit nicht im passiven, sondern im aktiven Abseits. Der ehemalige Schalker Sportdirektor Rouven Schröder sprach von einer „klaren Fehlentscheidung“.

Die nächste strittige Szene folgte in der 35. Minute. Schiedsrichter Robert Schröder überprüfte einen Zweikampf zwischen Dominick Drexler und Kölns Jonas Hector am Bildschirm und zeigte dem Schalker die Rote Karte. Schalke musste damit lange in Unterzahl spielen. Auch zu dieser Szene äußerte Schröder anschließend deutliche Kritik. Er habe ein „ganz schlechtes Gefühl“ und sah sein Team durch die Entscheidungen benachteiligt.
Nach der Pause nutzte Köln die Überzahl. Luca Kilian traf in der 49. Minute nach einer Ecke zum 1:0. Auch beim zweiten Treffer durch Florian Kainz wurde zunächst der VAR bemüht, ehe das Tor in der 62. Minute doch zählte. Marius Bülter brachte Schalke in der 76. Minute per Kopf noch einmal heran. Doch der heutige Schalker Dejan Ljubicic stellte wenig später ebenfalls mit einem Kopfball den 3:1-Endstand für Köln her.
Für Schalke blieb ein bitterer Bundesliga-Auftakt, bei dem neben der Niederlage vor allem die Schiedsrichterentscheidungen für Frust sorgten. Am Samstag bietet sich den Königsblauen die Chance, sich in Köln zu revanchieren und wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.