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Neuer in der Kritik: Jetzt spricht sein Schalke-Förderer Klartext

Manuel Neuer
Foto: IMAGO

Mirko Slomka verhalf Manuel Neuer einst beim FC Schalke 04 zum Durchbruch. Nun äußert sich der Ex-Trainer kritisch zur Zukunft des Bayern-Keepers.


Beim FC Schalke 04 verhalf Mirko Slomka einst Manuel Neuer zum Durchbruch in der Bundesliga. Rund 20 Jahre später hat sich der ehemalige S04-Coach nun zur Zukunft seines früheren Schützlings geäußert. Nach zwei folgenschweren Fehlern beim 2:2 des FC Bayern München gegen den FC Augsburg wird zunehmend über ein mögliches Karriereende des mittlerweile 40 Jahre alten Torhüters diskutiert.

Slomka spielte in Neuers Laufbahn eine entscheidende Rolle. Am 19. August 2006 setzte der damalige Schalke-Trainer den erst 20-Jährigen erstmals in einem Bundesligaspiel ein. Zunächst profitierte das Torwarttalent von einer Verletzung des damaligen Stammkeepers Frank Rost. Doch Neuer überzeugte seinen Trainer und übernahm schließlich dauerhaft den Platz zwischen den Pfosten. Es war der Auftakt einer außergewöhnlichen Laufbahn.

Insgesamt absolvierte Neuer 203 Pflichtspiele für die Profimannschaft des FC Schalke 04 und krönte seine Zeit bei den Königsblauen 2011 mit dem Gewinn des DFB-Pokals, bevor er zum FC Bayern München wechselte. In seiner Instagram-Kolumne „Der zweite Blick“ blickt Slomka auf die damalige Entscheidung zurück: „Ich habe ihm damals vertraut, weil ich von seiner Leistung überzeugt war. Da stand ein außergewöhnlicher Torwart. Dieser Maßstab muss auch heute gelten.“

Ex-Schalke-Trainer Slomka mit klaren Worten zu Neuer

Die jüngsten Fehler seines ehemaligen Schützlings nimmt der inzwischen 59-Jährige zum Anlass, über die besonderen Herausforderungen am Ende einer erfolgreichen Sportlerkarriere zu sprechen. Dabei hebt Slomka insbesondere Neuers ausgeprägten Ehrgeiz hervor. Der unbedingte Wille, weiterhin Titel zu gewinnen und Höchstleistungen abzurufen, könne es außergewöhnlichen Athleten erschweren, ihre eigenen Grenzen zu akzeptieren.

Manuel Neuer
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Für Slomka liegt die Verantwortung deshalb nicht allein beim Bayern-Kapitän. Vielmehr müssten auch die Trainer und sportlichen Entscheidungsträger beurteilen, ob Neuer den Anforderungen weiterhin gerecht werde. „Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wer übernimmt die Verantwortung und hat auch die Stärke, einem solch außergewöhnlichen Gewinner rechtzeitig zu sagen, wann Schluss ist?“, erklärt der frühere Schalke-Coach.

Slomka fordert zwar kein unmittelbares Karriereende, macht aber deutlich, dass vergangene Erfolge bei der sportlichen Bewertung keine entscheidende Rolle spielen dürften. Seine Botschaft: Auch eine außergewöhnliche Laufbahn entbindet einen Spieler nicht davon, sich an seinen aktuellen Leistungen messen zu lassen.