„Nicht alle Ziele erreicht“: Dieser Transfer-Plan ging bei Schalke nicht auf

Nach dem Ende der Transferperiode zieht Schalke-Sportvorstand Frank Baumann Bilanz. Dabei räumt er ein, dass die Königsblauen nicht alle gesteckten Ziele erreichen konnten.
Der FC Schalke 04 hat seinen Kader im Sommer kräftig umgebaut. Dennoch lief die Transferperiode aus Sicht der Verantwortlichen nicht in allen Bereichen wie erhofft. Sportvorstand Frank Baumann räumte ein, dass die Königsblauen „nicht alle Ziele erreicht“ hätten. Vor allem auf der Abgangsseite hatte sich Schalke mehr Bewegung versprochen.
„Wir haben sehr frühzeitig mit den Spielern kommuniziert, dass ihre Chancen auf Einsatzzeiten schwierig werden können. Da hätte ich mir schon zwei, drei Abgänge mehr gewünscht“, erklärte Baumann. Größere Transfererlöse, mit denen Schalke auch seine Eigenkapitalauflagen hätte leichter erfüllen können, blieben aus.
Zu den prominentesten Wechselkandidaten gehörte Moussa Sylla. Bereits in früheren Transferperioden hatte ein Abschied des Angreifers im Raum gestanden. In diesem Sommer erreichte die Königsblauen allerdings kein passendes Angebot. Einen Verkauf um jeden Preis soll es nicht geben. „Aber am Ende muss es für die Spieler passen. Sie haben einen Vertrag bei Schalke 04, den wir natürlich erfüllen“, betonte Baumann.
Baumann macht klar: Schalke muss keinen Spieler verkaufen
Finanziell hätte ein größerer Verkauf dennoch geholfen. Sorgen bereitet die Situation dem Sportvorstand offenbar nicht. „Wir müssen keinen Spieler abgeben und keinen Spieler unter Wert verkaufen. Das ist ein sehr positives Zeichen.“ Stattdessen sollen andere Maßnahmen dazu beitragen, die Eigenkapitalregeln 2026 zu erfüllen. Vorstandschef Matthias Tillmann hatte bereits deutlich gemacht, dass der Verein neben Transfererlösen über weitere Optionen verfügt.

Sportlich fällt Baumanns Bewertung des Sommers deutlich positiver aus. Schalke konnte seine Stammspieler halten und verpflichtete unter anderem Satoshi Tanaka, Eric Junior Dina Ebimbe, Junior Adamu, Kevin Müller, Robin Gosens und kurz vor Transferschluss Hee-Chan Hwang.
„Im Rahmen unserer Möglichkeiten ist es uns gelungen, jeden Stammspieler zu halten“, erklärte Baumann. Gleichzeitig wurde der Konkurrenzkampf im Kader von Trainer Miron Muslic erhöht und zusätzliche Bundesliga-Erfahrung verpflichtet. Ganz beendet könnten die Transferaktivitäten trotzdem noch nicht sein. In einigen Ländern sind die Wechselperioden weiterhin geöffnet. Andernfalls bietet sich Schalke im Winter die nächste Gelegenheit, den Kader weiter zu verkleinern.